Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Mi
31
Mai '06

Fliegergottesdienst

In einer Frau ist man Gott näher als in der Kirche.”

Wer sagte das mal gleich?
Wer aber immer noch die Vorstellung hat, Gott, wenn es ihn oder sie denn gibt, müsse “irgendwo da oben” sein, der wird sich riesig über ein neues Angebot freuen oder bereits gefreut haben:
An einem der letzten Wochenenden fand auf dem Flugplatz Flensburg-Schäferhaus der erste internationale Fliegergottesdienst statt, veranstaltet von Luftsportverein und Flughafen-Betriebsgesellschaft.
“Fly and Pray” lautete der Titel. Da hatte man also zwei zum Preis von einem. Und, wenn ich auch mal was auf Englisch sagen darf:
Was ich im folgenden mache, ist Preaching to the Converted, dennoch muß es gesagt sein:
Nichts könnte penetranter, nichts könnte jämmerlicher sein als so etwas!
“Fly and Pray!”
Und solche Leute dürfen wählen!
Was ich überhaupt meine?
Worin meine Kritik besteht?
Wer so fragt, ist blöd.
Ich bin doch normalerweise um kein Argument verlegen, aber wer versuchte, gegen diesen Dumpf-, Stumpf- und Schwachsinn zu argumentieren, der hätte seinerseits Hilfe nötig.
“Fly and Pray!!”
Herr, laß Abend werden!
Und wer war natürlich mittenmang?
Der als Biker-Pastor berüchtigte Uwe Stiller, der es vermutlich mächtig krachen ließ.
Aber das ist, wie gesagt, nur eine Mutmaßung. Ich war ja nicht dabei.
Gott bewahre!
Ich beziehe mich nur auf einen Artikel in den Kieler Nachrichten, der auf das Ereignis hinweist.
Diesem Artikel auch ist zu entnehmen, daß es bei dieser Veranstaltung ein Rahmenprogramm gab.
Kirche ist ja schon immer Show gewesen.
Zu diesem Rahmenprogramm gehörten Sprünge mit dem Fallschirm aus luftiger Höhe.
In memoriam Jürgen W. Möllemann.
Außerdem eine Kunstflugvorführung mit einer YAK, einem Fluggerät also, das vom atheistisch-kommunistischen Feind entworfen wurde.
Das ist ein wunderschönes Detail, in dem der Teufel steckt.