Der Sieg von Flensburg 08 am vergangenen Wochenende (in Oldenburg) machte klar, daß die Mannschaft auf dem Weg in die Oberliga ist.
Das Potential dazu hat sie, und 18 Punkte aus 7 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Stellt sich übrigens die Frage:
Wie hoch muß eine Fußballmannschaft in Flensburg steigen, um ebenso populär werden zu können wie die SG?
Wahrscheinlich müßte 08 dafür schon mindestens in der zweiten Liga spielen.
Und ob wir das wohl noch erleben werden?
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Das wollen wir doch mal sehen.
Ein Rainer Langholz schreibt in den Kieler Nachrichten vom 5. September:
“Die ganz ursprünglichen Ursprünge Orions hatten mit Erotik noch wenig zu tun:”
Das muß man sich klar machen: Schriebe ein Fünftkläßler in einem Deutsch-Aufsatz von ursprünglichen Ursprüngen, dann wäre das ein starkes Argument für seine Nichtversetzung.
Langholz weiter:
“Der Vater des jetzigen Firmenschefs Dirk Rotermund hatte in den vierziger Jahren das Unternehmen als Versandhandel für ein Haarwasser gegründet.”
Na, das paßt doch. Denn ebensowenig wie Haarwässerchen es wieder auf der Denkmurmel sprießen lassen, führt Erotik-Klöterkram zum Glück im Bett.
Und wieder Langholz:
“Das Ehepaar Rotermund baute dann einen erfolgreichen Kondom-Versandhandel an der Förde auf. Der Rest ist Firmengeschichte:”
Denn Langholz meint offenbar, er habe bislang noch nichts über Firmengeschichte gesagt.
“Vor 25 Jahren gab es eine Realtrennung: Beate Uhse-Rotermund bekam mit Sohn Uli die Ladenkette; Orion unter Dirk Rotermund aus der ersten Ehe des späteren Uhse-Ehemannes und Klaus Uhse aus Beates erster Ehe übernahmen den Versandhandel.”
Merkt Ihr, wie Langholz schwimmt?
Dabei ist doch alles ganz einfach.
Aber immerhin können wir dem Artikel auch Interessantes entnehmen, etwa daß Orions Leiter der Bereiche Vertrieb und Marketing Werner Sinner heißt.
Denn Sinner (engl.) bedeutet Sünder, und Orions Geschäft ist nun einmal das mit der lieben Sünde.
Wie die Kieler Nachrichten berichten, sind im vergangenen Jahr bei Kollekten der Evangelen in SH über 2,3 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Das reicht doch!
Da kann und sollte man die Kirchensteuer abschaffen.
Ist es nicht ohnehin skandalös, daß in einem laizistischen Land der Staat Geld für die Kirchen eintreibt?
Was ist denn davon zu halten?:
“MfG
Mit freundlichen Grüßen
Die Welt liegt uns zu Füßen,
denn wir stehen drauf.”
Die Fantastischen Vier
Die Welt liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf?
Stünden wir drauf, dann läge sie unter unseren Füßen.
“Uns zu Füßen” aber bedeutet: vor unseren Füßen.
Wenn wir nun das Gemeinte in die Gesamtaussage einsetzen, dann ist das Ergebnis folgendes:
“Die Welt liegt unter unseren Füßen, denn wir stehen drauf.”
Der zweite Halbsatz ist gleichbedeutend mit dem ersten, bestenfalls spezifiziert er diesen.
Aber: Weil wir auf der Welt stehen, liegt sie unter unseren Füßen?
Nein, zur Begründung taugt die Aussage nicht.
Man sieht, der Originalitätszwang fordert Opfer.
Ob aber das mfG aus diesem Song stammt?
Ich lebe noch nicht lange genug, um das beurteilen zu können.
Ich weiß aber immerhin, daß die Fantastischen Vier dem Schwabenland entsprungen sind.
Dennoch wird das mfG von Leuten im Norden, insonderheit von Flensburgern, viel häufiger verwendet als von Schwaben, Bayern oder Sachsen.
Echt!
Ich habe zwar keine Strichliste geführt, aber es ist offensichtlich.
Ich habe schließlich recht reichhaltigen überregionalen Mailverkehr und daher den Überblick.
So, und nun kommt die Bitte:
Laßt das nach, Flensburger!
Das mit dem MfG!
Das ist nicht gut.
Vielleicht wollt Ihr damit nur Zeit gewinnen, vielleicht ist es Euch ausgeschrieben zu steif - gleichviel: Es geht so einfach nicht.
Denn es ist eben nicht freundlich, eine Grußformel abzukürzen.
Daraus folgt, daß man sich widerspricht, wenn man “freundlich” abkürzt.
Hat Euch das nun überzeugt, Flensburger?


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