Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Di
17
Okt '06

Friedemann Diederichs kommentiert wacker weiter

In der Ausgabe des Flensburger Tageblatts vom 26. September findet sich ein Kommentar von Friedemann Diederichs über “Bushs Täuschungen”.
Dort heißt es:

“Kurz nach Beginn des Irak-Kriegs hatte sich US-Präsident George W. Bush das erste Mal eine Täuschung der Weltöffentlichkeit vorwerfen lassen müssen: Da ging es um die Behauptung, man habe sichere Erkenntnisse über die Existenz und Weiterentwicklung von Masse-Vernichtungswaffen im Irak. Im gleichen Atemzug beharrte das Weiße Haus darauf, daß es Verbindungen von Saddam und der Al-Kaida-Terrororganisation gibt.
Beide Aussagen gelten heute als zweifelsfrei widerlegt. Und Bush müsste eigentlich aus dem massiven Image-Schaden, der aus dieser falschen Argumentation resultierte, klug geworden sein. Ist er aber nicht. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass er weiter unbeirrbar behauptet, der Irak-Krieg habe sein Land und den Rest der Welt sicherer gemacht?
Diese These zog sich durch alle Bush-Reden während der Gedenkfeiern für die September-Anschläge.”

Und so weiter.
Es ist bemerkenswert, daß Diederichs und viele andere sich immer wieder als mutige Bush-Kritiker inszenieren, obwohl sie doch nur eine Mehrheitsmeinung wiedergeben:
Hätte man vor der letzten Präsidentschaftswahl spaßeshalber den Deutschen die Sonntagsfrage gestellt, dann hätten doch wohl mindestens 95% gegen Bush gestimmt.
Außerdem sollte man sich vielleicht mal die Frage stellen, ob die Feststellung, daß der Irak-Krieg mit Propaganda-Lügen vorbereitet wurde, ausreicht, um den Krieg abzulehnen.
Hat man vielleicht schon vergessen, daß Saddam die eigene Bevölkerung drangsalierte und die Kurden terrorisierte?
Daß er ohne noch so fadenscheinige Begründung Kuweit überfiel?
Daß er das Existenzrecht Israels bestritt und Rakteten auf den einzigen zivilisierten Staat im Nahen Osten abfeuern ließ?

Die US-Folter im Irak ist zwar eine Katastrophe, die zum Rücktritt der gesamten Regierung hätte führen müssen (nicht nur zu der Rumsfelds, und selbst der blieb im Amt), aber Bush hat recht, wenn er sagt, die Welt sei ohne Saddam eine bessere.
Ein wenig besser wäre sie ohne Bush, Cheney und dergleichen natürlich auch.

Zentralschule Harrislee und der Förderverein

Schule ist, was man daraus macht.
Das gilt nicht nur für die Schüler im Klassenverband und im Unterricht, nein, das kann man auch ganz anders fassen.
Bislang konnten sich die meisten kaum vorstellen, daß es, was die Entscheidungsebene betrifft, noch etwas jenseits von Lehrerkonferenzen und Elternbeiräten gibt.
In Harrislee ist das seit Mitte des Jahres anders:
Die Zentralschule Harrislee darf sich über einen Förderverein freuen.
Dieser besteht aus engagierten Eltern von Schülern des Lehrinstituts.
Bislang ist die Zahl der Mitglieder des Vereins noch überschaubar, aber je mehr er auf sich aufmerksam macht, desto mehr Zulauf könnte er erhalten.
Der Förderverein betrachtet es als seine Aufgabe, schülerbezogene Projekte zu entwickeln bzw. mitzufinanzieren, etwa wenn es um Karriereorientierung bei Schülern geht, deren Schulabschluß vor der Tür steht.
In jedem Fall ist es begrüßenswert, daß sich die Mitglieder des Fördervereins, statt sich nur um ihre eigenen Kinder zu kümmern, für die Jugend ihrer Heimat generell einsetzen.
Es wird zwar in diesem Lande immer viel über Vereinzelung und wachsenden Egoismus geunkt, aber das Beispiel dieses Förderverins zeigt, daß das Gegenteil der Fall ist (oder zumindest sein kann).
Es wäre schön, wenn sich Eltern an anderen Schulen unserer Region durch den Verein zur Gründung ähnlicher Organisationen anregen ließen.

Krankenhaus-Kooperation ein Erfolg?

Seit Anfang des Jahres existiert die Krankenhaus-Kooperation von Diakonissenkrankenhaus und Franziskus-Hospital.
Beide seien, so beteuerte Pastor Frank Schlicht Ende des vergangenen Monats, durch die Kooperation gestärkt worden.
Als Beleg dafür nannte er den Anstieg der Zahl der in den beiden Häusern behandelten Patienten um 3 Prozent.
Ist das ganze aber wirklich ein Erfolg?
Leider kann ich das nicht beurteilen, aber es interessiert mich schon mächtig, weil ich im Pflegebereich Zivildiesnt gemacht habe.
Also, lieb Schwestern, liebe Pfleger, stellt hier mal Kommentare ein.
Wie hat sich überhaupt die Zahl der Arbeitskräfte seit Anfang des Jahres entwickelt?
Liegt da der Hund begraben resp. der Hase im Pfeffer?

Was sagt Friedemann Diederichs?

Nichts Gutes.
Im Flensburger Tageblatt vom 25. September findet sich ein Kommentar von ihm über Gerüchte, den gesundheitlichen Zustand oder gar das Ableben Osama Bin Ladens betreffend.
Dort heißt es:

“Und intern würde man unter den Extremisten den Tod Bin Ladens ohnehin unter der Devise verkaufen: Unser Führer ist endlich in die lange ersehnte Märtyrer-Rolle geschlüpft.”

Das aber ist eine entlarvende Aussage, keineswegs also eine Devise, die geeignet ist, etwas zu verkaufen.
Was dieser Diederichs nicht alles verwechselt.
Außerdem dürfte es islamistischen Propagandisten schwerfallen, ein altersbedingtes Ableben als Märtyrertod darzustellen.

Unsinn im Flensburger Tageblatt

Natürlich werfe auch ich manchmal einen Blick ins Flensburger Tageblatt. Nicht weil ich diese Zeitung so außerordentlich schätze, sondern aus Mangel an Alternativen. Sicher, in den Kieler Nachrichten kommt Flensburg auch vor, aber für umfassende Informationen ist man dann doch auf das Tageblatt angewiesen.
Das Niveau dieser Zeitung ist allerdings außerordentlich niedrig - noch niedriger als das der Kieler Nachrichten.
Aber so etwas sollte man nicht einfach so behaupten - ich ärgere mich jedenfalls oft, wenn andere Menschen Werturteile aufstellen, ohne sie zu begründen, ja ohne sie begründen zu können.
Daher werden hier Begründungen folgen.
In diesem Artikel und in manchen anderen.
Da nehme ich doch einfach mal das Tageblatt vom 25.9. zur Hand, weil es mir gerade am nächsten liegt.
Unter der Überschrift

“Neptun - vor 160 Jahren entdeckt”

heißt es da:

“Bis heute gilt die Entdeckung des Neptun als eine der größten astronomischen und naturwissenschaftlichen Ereignisse überhaupt.”

Nun ist doch aber die Astronomie eine Naturwissenschaft. “Astronomisch und naturwissenschaftlich” ergibt also keinen Sinn. Was der Autor uns sagen wollte, ist zu ahnen, er kann es aber nicht.
Damit wollen wir es in diesem Beitrag bewenden lassen. Später mehr.