Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Do
19
Okt '06

Anlieger der Hafenspitze verstehen keinen Spaß

Zugegeben, es ist schon öfter mal mächtig was los an der Hafenspitze – Events noch und nöcher. Das geht natürlich nie ganz ohne Geräusch ab. Aber müssen die Anwohner deswegen gleich die Stadt Flensburg auf den Plan rufen?
Und muß diese im Ernst darauf eingehen und ihrerseits eine Lärmschutzfirma einschalten?
Dabei sind die Anwohner doch immer herzlich dazu eingeladen, mitzufeiern.
Und wenn sie dazu keine Lust haben, dann müssen sie das eben mal aushalten – wenn sie zuhause sind.
Es ist doch wahr:
Entweder feiern sie mit, oder sie sind nicht zuhause – dann stört es sie nicht: oder sie SIND zuhause. Dann werden sie in den paar Fällen ja wohl mal ein Ohr zudrücken können. Und wenn nicht: Ich helfe gern.
Ich plädiere dafür, ein Spendenkonto einzurichten:

“Ohropax für die Anwohner der Hafenspitze”

Klingt doch gut, nicht?
Und ich würde auch sofort etwas einzahlen, sogar einen zweistelligen Betrag.
Mehr aber auch nicht. Man sollte sich schließlich darüber im klaren sein, daß so ein Ohrwachskügelchen teilbar und mindestens zwanzigmal verwendbar ist.
Da kann man also schon mit kleinen Beträgen viele Anwohner glücklich machen.
Wie, das wäre zynisch?
Och, man wird doch wohl noch ein wenig Spaß machen dürfen.
Mit ernstem Hintergrund allerdings.
Denn mir scheint wirklich, daß ein Mangel an Toleranz seitens einiger Anwohner hier das Problem ist.

Flensburger Punkte feiern Jubiläum

Seit fünfzig Jahren gibt es nun das Zentrale Verkehrsregister in Flensburg.
Muß das gefeiert werden?
Ich sage: Ja.
Für den einzelnen ist es zwar immer ärgerlich, wenn er aus diesem oder jenem Grund Punkte sammelt, aber im Sinne der Sicherheit aller ist die Sache notwendig.
Und das System mit den Punkten, Punktabzügen und so weiter ist zwar kompliziert – aber auch das im Dienste unserer Sicherheit.
Also, Flensburg ist berühmt für Bier und Punkte.
Wie wäre es da mit einem neuen Slogan?
Etwa:
Flens – der Stoff, aus dem die Punkte sind!

Stefan Petersens Kommentar im Flensburger Tageblatt vom 11. Oktober

Da schreibt der doch glatt das folgende über Putin:

“Einst bezeichnete Gerhard Schröder den starken Mann in Moskau als ´lupenreinen Demokraten´.
Die jüngsten Ereignisse belegen, wie naiv diese Einschätzung gewesen ist. Das sollte auch bei den wirtschaftlichen Vereinbarungen im Hinterkopf verankert sein – und als Warnung dienen, sich nicht zu sehr in die Abhängigkeit russischer Ressourcen zu begeben.”

So schreibt er.
War es vielleicht auch naiv von Schröder, nach den letzten Wahlen in Tschetschenien zu behaupten, er habe keine Hinweise auf irgendwelche Unregelmäßigkeiten – und das, obwohl OSZE-Beobachter die Wahl übereinstimmend als Farce bezeichneten?!
Nein, das war nicht naiv, das war kalkuliert.
Und ebensowenig naiv war der Spruch vom lupenreinen Demokraten.
Man baut eben vor.
Schon mal was von Schröders Gazprom-Job gehört? Das kann doch nicht so ganz an Ihnen vorbei gegangen sein, Herr Petersen.
Und, sehen Sie jetzt die Zusammenhänge?

Ina Müller kommt

Am 21. Oktober gastiert sie im Deutschen Haus, und es sollte mich wundern, wenn es noch Karten gäbe.
Erfahrungsgemäß sind die Veranstaltungen Ina Müllers im Norden Deutschlands immer rappelvoll und früh ausverkauft.
So verdient sie sich ein wenig dazu.
Ach was, mal im Ernst, es ist nicht nur das Geld: Ina Müller ist eine Vollblut-Entertainerin, die einfach die großen Auftritte braucht.
Dabei überzeugt sie bekanntlich sowohl mit gesprochenem Vortrag als auch mit Gesang, und nicht nur auf platt (dafür ist sie bekannt geworden), sondern auch auf Hochdeutsch.
Wahrscheinlich wäre sie sogar dann populär, wenn sie nicht so verdammt attraktiv wäre, aber das kommt eben noch dazu.
Eine gewisse Mondänität kann man ihr heute nicht absprechen, und es ist schwer vorstellbar und dennoch wahr, daß sie im Elternhaus nur platt sprach und Hochdeutsch erst in der Schule lernte.
(Gibt es so etwas heute noch? Ina Müller ist heute 41 – sie dürfte eine der letzten Norddeutschen sein, denen das Hochdeutsche nicht schon an der Wiege gesungen wurde.)
Na, jedenfalls freuen wir uns.
Freut Euch auf einen gelungenen Abend, wenn Ihr Karten habt.
Ina Müller wird uns nicht enttäuschen.

Ingo Appelt im Kinoplex

Am 29.10. um 20.00 Uhr.
Mit neuem Programm.
Mit altem braucht er bei uns gar nicht erst anzutanzen, und wenn er pro Karte fast zehn Euronen mehr verlangt als Hans Scheibner, dann erwartet man natürlich auch was!
26,90 die Karte!
Mann, dafür muß ich ja mindestens zehn Minuten arbeiten!
Kleiner Scherz meinerseits.
Da bringe ich gleich noch eben einen Witz von Ingo Appelt, der vielleicht Appetit auf den Event macht.
Ich sah das ganze, als er bei Götz Als- und Christine Westermann zu Gast in “Zimmer Frei” war.
Genauer: Es war dort Jenny Jürgens zu Gast, Tochter des greisen Ex-Schlagersternchens Udo Jürgens.
Appelt hatte dort einen Comedy-Auftritt, bei dem er die Kuppe seines Zeigefingers mit der Zunge anfeuchtete. Dann tippte er mit eben diesem Zeigefinger Jenny Jürgens´ Bluse an und sagte:

“Nun aber schnell raus aus den nassen Sachen.”

Nicht komisch?
Na, dann nicht.
Dann solltet Ihr aber auch nicht aufkreuzen, wenn Appelt in Flensburg ist.
Sonst allerdings.

Hans Scheibner im Audimax

Und zwar am 28.10. um 20.00 Uhr.
Früher hat er mal in der Werbung gearbeitet.
Er ist der Erfinder des Slogans “Ich bin zwei Öltanks”. Danach klärte er seine Fans in einem beliebten Song darüber auf, “was in Achterndiek in der Nacht geschieht”.
Jetzt kommt der nimmermüde Kabarettist erneut nach Flensburg, um der Crowd gar mächtig einzuheizen.

Tomte im Max

Die Band, die man der Hamburger Schule zuordnet, wird am 19.10. um 20.00 Uhr im Max ein Gastspiel geben.
Der übliche Independent- oder Ex-Independent-Trübsinn, ohne Talent, ohne Inspiration. aber andererseits auch nicht ganz schlecht.

Hotel am Hafen

Da mache ich doch am besten mal ein Faß auf:
Das Projekt Hotel am Hafen –
wie steht Ihr dazu?
Stellt Kommentare ein, was das Zeug hält. Ich meinerseits will nicht noch Öl ins Feuer gießen und halte mich da also erstmal raus.

Was will Hans Joachim Wnuck?

Es ist nicht lange her, nur einige Wochen, da war Hans Joachim Wnuck Fraktionsvorsitzender der CDU im Flensburger Rat.
Und nun?
Er ist ja nicht der erste, der Partei und Fraktion verläßt.
Maike Bruhns war es, die ihm die Bahn brach.
(Und auch Bruhns war nicht die erste, die die CDU-Fraktion in dieser Wahlperiode verließ, sondern die zweite.)
Und beide Ex-CDU-Leute gründen nun eine FDP-Fraktion im Rat.
Dürfen die das?
Ja, das dürfen die.
Was soll man aber von alledem halten?
Seit nunmehr 30 Jahren hat es die FDP nicht mehr in Fraktionsstärke in den Rat geschafft.
Nicht auf dem ehrlichen Wege.
Nicht auf dem demokratischen Wege, durch Wahlen eben.
Was sind denn das für Methoden, mit denen wir es hier zu tun haben?
Bei dem verschlafenen Lokaljournalismus, den wir hier eben haben, wird sich wohl niemand dahinterklemmen und die Wahrheit aufdecken.
Man wird sich einfach damit begnügen, die veränderten Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen.
Aber was ist überhaupt aus den deutschen Tugenden geworden, die doch gerade die CDU immer hochhält?
Deutsche Treue?
Drei Abgänge aus der Fraktion!
Nach meinem Geschmack darf das gern so weiterbröckeln, ja geradezu -brocken.

Friedemann Diederichs – was schreibt der Mann schon wieder für einen Quatsch

Hier in diesem Blog wird gnadenlos über die Minderwertigkeit der Kommentare im Flensburger Tageblatt aufgeklärt.
Immer wieder, so auch jetzt:
In der Ausgabe vom 9. Oktober steht ein Kommentar von Friedemann Diederichs, in dem es heißt:

“Da ein Präventivschlag gegen die iranischen Atomfabriken Bush aufgrund der politischen und militärischen Risiken nicht gelegen sein kann, würden sich Gespräche mit Teheran zur Konfliktlösung aufdrängen.”

Von den Wortstellungsfehlern fast zu schweigen:
Der Diederichs meint doch wohl nicht, daß Bush ein Militärschlag nicht gelegen sein könne, daß es ihm also nicht liege, andere Länder bombardieren zu lassen. Denn daß ihm das liegt, wissen wir.
Nein, Diederichs meint vielmehr, daß Bush in diesem Fall nicht DARAN gelegen sein könne.
Er kann es nur nicht sagen.