Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Dezember 2006
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Di
26
Dez '06

Wasser und Strom werden teurer

Wer hätte das gedacht!
Die Preise steigen ja nun schon seit langem in Schüben, und die Preise für Wasser und Strom steigen, wenn mich nicht alles täuscht, schneller, als die doch recht moderate Inflationsrate vermuten läßt.
Die nächste Preissteigerung steht nach Aussage der Stadtwerke 2008 ins Haus.
Also in nur einem Jährchen.
Da kann man also schon mal vorsparen.

Was sagt Traute Maaß?

Jeden Tag lese ich das Flensburger Tageblatt, und jeden Tag überblättere ich die Kolumne von Traute Maaß – gar nicht mal bewußt, aber irgendwie scheint klar, das eine Kolumne, die mit der Zeichnung einer ach so pfiffigen alten Frau auf Blickfang geht, nicht lesenswert sei.
Das ist, wie ich mir bei der Lektüre des Blattes vom 21. Dezember vergegenwärtigte, nichts als ein Vorurteil. Also werfen wir mal einen Blick auf die Kolumne auf Seite 15.:

“Ich höre ja so dies und das im Laufe eines langen Jahres. Und denke mir dabei das eine oder andere. Gestern erfuhr ich von zwei Episoden, die irgendwie zusamenpassten. Da beklagte sich zunächst eine Dame bei mir, dass in einem Stadtbus ein etwa zehnjähriges Kind sich weigerte, einen Platz für Behinderte für eine gehbehinderte Dame freizumachen.”

Usw.
Das Übliche eben.
Es war ein Vorurteil, aber das nunmehr fundierte Urteil entspricht ihm vollkommen.

Sa
23
Dez '06

Der Habicht und die Polen

Ein Thomas Habicht schreibt im Flensburger Tageblatt vom 20. Dezember einen Kommentar.
Ich zitiere:

“Es spricht für die innenpolitische Schwäche der Warschauer Regierung, dass sie die Klage von 22 Ewig-Gestrigen zum Anlass nimmt, den deutsch-polnischen Grenzvertrag in Frage zu stellen. Das Entschädigungsbegehren der ´Preußischen Treuhand´ wurde nicht nur von der Bundesregierung, sondern auch vom Bund der Vertriebenen verurteilt. Eindeutiger kann sich die deutsche Seite nicht erklären.”

Einerseits hat er ja rcht.
Andererseits aber sollte man sich klarmachen, daß der “Bund der Vertriebenen” sich lediglich aus taktischen Gründen distanziert hat.
Man bedenke, wie die entsprechenden Landsmannschaften heißen:
“Landsmannschaft Ostpreußen” und so weiter.
Nicht “Landsmannschaft der Ostpreußen”.
Die Formulierung beinhaltet also schon, daß nach Ansicht dieser Revanchisten Deutschland in den Grenzen von 1937 fortbesteht.

Außerdem sind die in Warschau Regierenden nicht wirklich entrüstet. Sie glauben nur, im Sinne Ihres Populismus das Richtige zu tun. Sie hoffen eben, damit den Popularitätsschwund, der sich bei den letzten Kommunalwahlen zeigte, aufhalten zu können.
Aber wahrscheinlich meinte Habicht das, als er von innenpolitischer Schwäche sprach.

Eislauf am Willy-Brandt-Platz

In anderen Städten ist er längst eine Selbstverständlichkeit, nun hat auch die Flensburger Innenstadt ihren Eislaufplatz.
Zum Schwimmen, Trimmen, Sonnenbaden.

Äh, Verzeihung, ich habe mich gerade in der Jahreszeit geirrt (und übrigens Max Goldt zitiert, ohne das Zitierte durch Anführungszeichen kenntlich zu machen), aber das kann ja bei diesem Wetter schon mal vorkommen.
Und an eben diesem Wetter liegt es auch, daß bislang auf dem Eis nicht so viel los ist – offenbar fühlt man sich erst durch entsprechende Temperaturen motiviert, den Kufen Zucker zu geben.

Förderung der FolkBaltica durch Stadt Flensburg

Zwar hat der Kulturausschuß beschlossen, die FolkBaltica auch im kommenden Jahr zu fördern.
Aber wie!
Mit lumpigen, lausigen 10.000 Euro!
Versteht mich bitte nicht falsch, natürlich ist das für einen einzelnen Menschen viel Geld, aber für eine Kulturveranstaltung von dieser Größe ist das doch einfach nur lächerlich.
Sicher, die Stadt ist nicht der einzige Träger der Veranstaltung, aber von einer Trägerschaft kann bei dieser Summe ja kaum die Rede sein.
Das ist ja eher ein zeichenhafter Betrag.
Und das Zeichen, das er setzt, ist: An der Kultur muß gespart werden.
(Nur der SSW setzte sich gebührend emphatisch für eine TATSÄCHLICHE Unterstützung ein.)

Zwei Dinge sind bei dieser Entscheidung offenbar nicht bedacht worden:

1. Der Image-Gewinn Flensburgs durch die FolkBaltica ist enorm. Das sonstige Flensburger Kulturgeschehen wird doch, nehmt es mir nicht übel, außerhalb der Stadt und ihrer näheren Umgebung kaum zur Kenntnis genommen. Ganz anders die Veranstaltung, die ihrem Namen ja tatsächlich gerecht wird: Sie ist wirklich in allen Teilnehmerländern ein Begriff.

2. Damit zusammenhängend muß man feststellen, daß die FolkBaltica jede Menge Leute anzieht. Und alle diese aus dem gesamten Ostseeraum kommenden Menschen müssen essen, trinken und schlafen.
Mit anderen Worten: Den Flensburger Geschäftsleuten gingen viele gute Geschäfte durch die Lappen, würde die FolkBaltica eingedampft.

Also, man kann schon sagen, daß der Kulturausschuß hier eine Fehlentscheidung getroffen hat.

Demonstration gegen Nazis

In der vorvergangenen Woche demonstrierten ca. 150 mehrheitlich junge Menschen in Flensburg gegen Neonazis. Es galt, ein Zeichen zu setzen.
Die Demonstration war ja relativ groß angekündigt worden, so daß (fast) alle Interessierten tatsächlich erreicht worden sind.
Dafür war die Teilnehmerzahl aber doch gering.
Andererseits: Schön, daß es überhaupt dazu gekommen ist.

Eröffnung der neuen Bücherei?

Irgendwann wird sie eröffnet werden – die Stadtbücherei in der Flensburger Galerie.
Doch zum Beginn des neuen Jahres wird es nichts damit werden.
Leider weiß man noch nicht genau, wann es soweit sein wird, aber, vorsichtig geschätzt, innerhalb des ersten Jahresviertels sollte der Umzug abgeschlossen sein.

Flensburg und das Ziel des ausgeglichenen Haushalts

Flensburg hat nun seinen Haushalt für das Folgejahr.
Natürlich ist er wieder nicht ausgeglichen.
Aber wer erwartet das auch von dieser Stadt und einem Parlament, in dem sich Pateiaustritte häufen?
Zugegeben, das war jetzt vielleicht ein wenig unfair: Auch eine besonnene Stadtvertretung hätte es unter gegebenen Umständen nicht auf einen ausgeglichenen Haushalt bringen können.
Aber die Vorkommnisse vor allem in der CDU-Fraktion in diesem Jahr geben den Bürgern eben das Gefühl, nicht gut vertreten zu sein.

Aus Flensburg oder Umgebung schilt man Bush einen Zauderer

Andernorts nennt man den kurrenten US-Präsidenten einen Verbrecher, einen Massenmord-Auftraggeber, einen Folterherrn und einen Terroristen. Friedemann Diederichs setzt in einem Kommentar des Flensburger Tageblatts vom 14. Dezember noch einen drauf, indem er Bush schon in der Überschrift einen Zauderer nennt:
Diederichs weiter:

“Bis Weihnachten wollte US-Präsident George W. Bush eine Kursänderung für den Irak festklopfen – doch das soll erst im neuen Jahr geschehen. Was steckt hinter diesem Zögern?”

Na, da sind wir aber mal gespannt, müssen aber, bevor wir in unserem Zitat fortfahren, doch feststellen, daß man eine Kursänderung nicht festklopfen kann.

“Zum einen zeigt sich einmal mehr die Bürde für Amerika, einen Politiker zu gleich zwei Amtszeiten gewählt zu haben, dessen außenpolitische Erfahrung beim Einzug in die Regierungszentrale gleich null war – und der deshalb extrem beratungsabhängig ist.”

Sollte er inzwischen aber nicht mehr sein, weil er ja reichlich Erfahrungen sammeln konnte. Daß ihm das nicht recht gelungen ist, daß er also seine Erfahrungen nicht richtig verwerten konnte, steht auf einem anderen Blatt.
Jedenfalls, wie schon angedeutet, es handelt sich bei diesem Kommentar um Affirmation, die sich kritisch gibt.

Flensburg produziert Exportschlager

Nicht nur der Flensburger Strom ist anderswo beliebt, sondern zum Beispiel auch die Schiffe der Flensburger Schiffbaugesellschaft:
Eine Reederei aus dem fernen Istanbul hat dort jüngst erst wieder zwei Fähren in Auftrag gegeben.
Also: Man sieht mal wieder, daß in Flensburg einiges an Fachkompetenz versammelt ist.

FolkBaltica muß bleiben

Dafür setzt sich der SSW in Gestalt von Frau Spoorendonk ein.
Dem kann man nur zustimmen. Hier beim Land und auch in der Stadt die Mittel zu kürzen, hieße am falschen Ende sparen.
Die FolkBaltica ist eine der wichtigsten Kulturveranstaltungen in Schleswig-Holstein, und sie ist international – eben im ganzen Ostseeraum von Bedeutung.
Es dürfte ein schlechtes Licht auf die Landesregierung werfen, wenn sie diese zarte Pflanze verkümmern läßt.

Im April wird die alte Bahnbrücke in Klump und Asche gehauen

Vulgo abgerissen. Sie hat ja keinen besonderen Wert, ist also nicht schützenswert, kann also tatsächlich ohne weiteres in die ewigen Baugründe eingehen.
Aber dann:
Wenn die neue Brücke bei der Schleswiger Straße gebaut wird, und das dauert ja seine Zeit, schauen Fußgänger und Radfahrer in die Röhre. Der Umweg, den sie in Kauf nehmen müssen, kann dann schon eine Viertelstunde kosten.
Wenigstens die Fußgänger.

Die Krawatte des Oberbürgermeisters

Was käme dabei heraus, wenn man einen repräsentativen Querschnitt der Flensburger fragen würde, wie der Flensburger Oberbürgermeister heißt?
Ich tippe, nur 25 Prozent wüßten den Namen.
Den übrigen sei gesagt:
Tscheuschner heißt er, Klaus Tscheuschner.
Und bemerkenswert ist er vor allem wegen seiner quergestreiften Krawatte. Farblich folgen dabei aufeinander: dunkelgrün, mittelgrün, hellgrün, dann wieder dunkelgrün und so weiter.
Könnt Ihr Euch das vorstellen?
Es ist erstaunlich, daß solche Krawatten überhaupt hergestellt werden. Die passen doch zu nichts!
Noch erstaunlicher, daß sie auch noch gekauft werden.
Und dann auch noch von einem Oberbürgermeister einer Fast-Großstadt.
Wir dürfen also feststellen, daß Herr Tscheuschner in Sachen Kleidung keinen Geschmack hat – und auch niemanden, der ihn davor bewahrt, seine Geschmacklosigkeit resp. deren Resultate überall herumzuzeigen.

Im Flensburger Tageblatt gefunden und für schlecht befunden

Flensburger Tageblatt vom 11. Dezember, Seite 10.
Überschrift:

“Kunst & Co: Neues Team für die nächste Dekade”

Darunter heißt es:

“Für einen kleinen Verein ist es eine große Zäsur”

Zäsuren aber pflegen nicht groß, sondern allenfalls tief zu sein.
Mit solchen Worten wie “Zäsur” ist der eine oder andere beim Flensburger Tageblatt eben überfordert.
Daher mein Tip:
Drücken Sie sich einfacher aus!
So wie es Ihnen gemäß ist.
Die Leser werden es Ihnen danken.

Kreis Schleswig-Flensburg kontaminiert?

Radon entsteht beim Zerfall von Uran.
Und die Radon-Konzentration ist in unserem Kreis hoch: so hoch wie in keinem anderen Kreis Norddeutschlands, wie die Stifung Warentest herausfand.
Die Ursache freilich ist eine natürliche: Wir haben es mit Abgasungen aus dem Erdreich zu tun.
Und Radon gilt zwar als Lungenkrebs-Verursacher, aber über eine signifikant höhere Zahl von Lungenkrebserkrankungen in unserem Kreis ist bislang nichts bekannt.

Michael Braun: Mann vieler Worte, aber nicht Mann des Wortes

Flensburger Tageblatt vom 12. Dezember, Kommentar von Michael Braun:

“Ernst Weltekes Sorgen, er habe Söhne im Studium, die erste Frau großzügig abgesichert, dazu Ausgaben für Miete und Versicherungen, und dann seien die 80.000 Euro Pension weg, die hatte er vor zwei Jahren einem Boulevard-Blatt mitgeteilt.”

Sorgen, die hatte er mitgeteilt?
Ist das Deutsch?
Weiter im Text:

“´ Dumm gelaufen´, kann man dazu nur sagen. Diese Sorgen hätten gerne viele Menschen, die auch studierende Kinder finanzieren und Steuern und Versicherungen zahlen müssen, die aber nicht 8000 Euro zur Verfügung haben.”

Nein, nicht:
“Diese Sorgen hätten gerne viele Menschen …”,
sondern:
Diese Sorgen hätten viele Menschen gern.
Wieder Braun:

“Gut, dass der frühere Bundesbankpräsident diese weinerliche Argumentation gestern nicht wiederholt hat.”

Das wird er doch wohl deshalb unterlassen haben, weil es für die rechtliche Beurteilung der Sache irrelevant ist.

Ach nein, auch dieser Herr Braun ist wirklich kein guter Kommentator.

Betrunken in Flensburg

Es ist erst eine Woche her, da verbot die Polzei Flensburg das in See Stechen des Schleppers Henrik.
Grund: Die Besatzung einschließlich des Kapitäns hatte mächtig geladen.
Was aber verwundert, ist, daß lediglich eine siebzehnstündige Verzögerung des Auslaufens verfügt wurde.
Sonderbar – Autofahrer sind doch in solchen Fällen gleich ihren Führerschein los.
Warum gilt das nicht auch für diejenigen, die ein Schiff zu steuern haben. Hier können Fehler ja noch verheerendere Folgen haben.

Mathias Wohlrab widmet sich im Flensburger Tageblatt dem HSV

Das wollen wir uns doch mal näher ansehen.
Also: Flensburger Tageblatt vom 13. Dezember, Kommentar auf Seite 2:

“Wer die Leistungen der Bundesliga-Mannschaft für das größte Problem des HSV gehalten hat, ist auf der Mitgliederversamlung eines Besseren belehrt worden. Während der entwürdigenden Veranstaltung wurde deutlich: Der HSV kämpft nicht nur gegen den Abstieg. Er kämpft hinter den Kulissen um seine Existenz.”

Wen aber sollte diese Veranstaltung entwürdigt haben?
Diese Frage läßt der Autor offen.
Und daß der HSV um seine Existenz kämpft, kann doch nicht Wohlrabs Ernst sein.
Der HSV wird nicht absteigen, und er ist auch langfristig in seiner Existenz nicht bedroht.
Das Ende des HSV wird man aus Flensburg gewiß nicht herbeischreiben können.

Was für eine Schlagzeile

Ich meine natürlich nicht diese, sondern jene, die ich im Flensburger Tageblatt am 4. Dezember fand. Folgendermaßen lautet sie:

“SG bringt sich in Celje um Kopf und Kragen”

Und weiter heißt es dort:

“War das schon der K.o. für die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League?”

Was für eine Frage!
Denn sie wurde ja in der Überschrift schon beantwortet.
Sich um Kopf und Kragen bringen
bedeutet eben: Es ist aus.

Und das ist in diesem Zusammenhang auch noch, wie wir ja inzwischen wissen, falsch.

Sportland beherbergt Katzenpräsentation

Hunderte von Rassekatzen wurden Anfang Dezember im Sportland präsentiert.
Eine Veranstaltung von Katzenliebhabern für Katzenliebhaber?
Vielleicht, aber den wirklichen Bewunderern der Hauskatze ist klar, daß die nicht gezüchteten Katzen einfach die schönsten sind.
Eine Katze ist eine auf höchstem Niveau formvollendete Erscheinung. Es ist ganz und gar witzlos, daran noch groß rumzüchten zu wollen.
Eben darum, nehme ich an, sind ja auch die meisten der Veranstaltunfg ferngeblieben.
Bewohner dieser Stadt haben eben Geschmack.

Fr
22
Dez '06

Pröpstin haut in den Sack

Aber vielleicht ist das nicht ganz die richtige Formulierung. Daher sagen wir es anders:
Die hiesige Pröpstin der evangelisch-Lutherischen Kirche, Juta Gross-Ricker, veabschiedet sich im kommenden Jahr in den Ruhestand.
Werfen wir einen Blick zurück auf die Ära Gross-Ricker … und wenden wir uns gleich wieder ab, denn es ist tatsächlich nichts Bedeutendes darin zu finden.

Norbert Wallet – ein Kommentator von Gottes Gnaden

Ein Norbert Wallet ist Autor eines bemerkenswerten Kommentars zum Parteitag der Grünen, den man im Flensburger Tageblatt vom 4. Dezember findet.
Ich zitiere:

“Losgelöst von den Zwängen der Macht wäre bei den Grünen nun hinreichend Raum für lustvollen Richtungsstreit.”

Das nun aber heißt, wenn wir den syntaktischen Bezug ernst nehmen, daß der nunmehr hinreichende Raum losgelöst ist von den Zwängen der Machet. Das ergibt offensichtlich keinen Sinn.
Weiter im Text:

” Doch den hat die Partei kaum in Anspruch genommen. Statt dessen legte sich die kleinste Oppositionspartei im Bundestag auf einen Kurs fest, der sich zwar `radikal´ und ´realistisch´ nennt, in Wirklichkeit aber ziemlich nüchterne Pragmatik bietet.”

Soso, er nennt sich realistisch, bietet aber Pragmatik. Was für ein Gegensatz!
Wallet weiter:

“Schrittweise soll der Klimaschutz ausgebaut werden, Fall für Fall sollen die Auslandseinsätze der Bundeswehr geprüft werden, und immer mehr soll der Kontakt zu Kleinunternehmern und Mittelständler als Träger des Fortschritts in der Umwelttechnik gesucht werden.”

Nein, “Mittelständlern” und “Trägern” muß es hier heißen.
Deutsch ist eben nicht die Stärke des Verfassers.
Politische Analyse aber offensichtlich auch nicht.
Hat er eine Stärke?
Wenn das der Fall ist, stellen Sie hier einfach einen Kommentar ein, Herr Wallet.

Flensburger Hof mit Feinkostgeschäft

Der Flensburger Hof beherbergt ein Restaurant und demnächst auch noch ein zweites.
Aber damit nicht genug:
Im kommenden Jahr, ja schon zu Beginn des Jahres soll dort ein Feinkostgeschäft eröffnet werden.
An so etwas mangelt es ja in unseren Breiten immer.
Na, wollen wir mal hoffen, daß es ein Feinkostgeschäft sein wird, das diese Bezeichnung verdient.

Ärzte agierten auch in Flensburg gegen die Gesundheitsreform

Es war ein “Aktionstag”, und dahinter verbirgt sich , daß in den Praxen keine Aktion zu erwarten war.
Die gesundheitliche Grundversorgung blieb natürlich dennoch aufrechterhalten, als derart gegen die Gesundheitsreform protestiert wurde.
Und völlig zurecht wurde protestiert.
Ist übrigens mal jemandem aufgefallen, daß “Gesundheitsreform” nichts anderes als ein Euphemismus für “Krankmachung” ist?
Ein Mensch ist gesund.
Nun wird seine Gesundheit reformiert.
Wenn das nicht bedeuten soll, daß er krank gemacht wird, dann kann man sich gar nichts darunter vorstellen.

Jörg Sändig und die Maske in Silber

Jörg Sändig ist ein Bariton, der sich durchaus hören lassen kann.
Und ein Gesicht hat der Mann, das man eher bei einem Tenor vermuten würde.
Und eben die Tenöre sind es ja auch, die normalerweise mächtig “Schlag bei Weibern” haben, wie man zu sagen pflegt.
Ich distanziere mich natürlich von dieser Formulierung.

Wo war ich stehengeblieben?

Ach ja, Jörg Sändig kommt vor allem bei der weiblichen Zuhörerschaft gut an wegen seiner warmen Stimme und seines schönen Gesichts.
Da ist es dann doch kein Wunder, daß er unlängst die “Maske mit Vorhang in Silber” des Vereins Flensburger Theaterfreunde (und vor allem -freundinnen) erhielt.
Das Flensburg-Blog gratuliert herzlich.

Stefan Petersen kommentiert

Und zwar im von mir mit gebührender Skepsis beäugten Flensburger Tageblatt.
Am 30. November heißt es dort in einem Kommentar von ihm:

“Die Kanzlerin blieb hart in Riga. Es werde keine deutschen Kämpfer im Süden Afghanistens geben. Selbst eine mögliche “Nothilfe” für dort in Bedrängnis geratene NATO-Truppen will sie auf Unterstützungsaufgaben beschränken. Der Druck derjenigen Verbündeten, die im Süden des Landes Soldaten stationiert – und verloren – haben, prallte auch auf dem Gipfel in Lettland wirkungslos an Angela Merkel ab.”

Es ist wohl so bzw. eher doch nicht.
Denn was kann alles abprallen: Steine, Bälle, Gewehrkugeln (wenn auch diese nicht an Angela Merkel) usw.
Aber Druck kann eben nicht abprallen, wie doch eigentlich jedem Menschen klar sein sollte.
Was ist also dieser Stefan Petersen für ein Wesen?

Es ist eine rätselhafte Welt.

Garnisonsfriedhof teils verwüstet

Es ist immer noch nicht bekannt, wer die erheblichen Schäden auf dem Garnisonsfriedhof in Schleswig angerichtet hat.
Derlei war in unserer Region bislang nicht üblich, und auch sonst sind es ja in Deutschland fast ausschließlich jüdische Gedenkstätten, die von diesen kreatürlichen Menschen beschädigt werden.

Stellen wir also mal das eine oder andere Faktum fest:
Nach der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein hatte man sich zunächst auf eine Regierung aus SPD, Grünen und SSW geeinigt. Daß daraus nichts wurde, steht auf einem anderen Blatt.
Als sich aber diese Dreier-Koalition abzuzeichnen begann, wurden Stimmen prominenter Vertreter der Bundes-CDU laut: Dänen sollten nicht bestimmen, wer in einem deutschen Land das Sagen hat.
Es war abscheulich.
Heiligt der Zweck alle Mittel?
Und sehen wir jetzt auf dem von Dänen errichteten Garnisonsfriedhof das Ergebnis?
Schon damals waren ja SSW-Abgeordnete bedroht worden.
Und wenn man jetzt die Toten nicht in Ruhe schlafen läßt, dann ist zu befürchten, daß auch die quicklebendigen Dänen unserer Region bald von unverbesserlichen Deutschen molestiert werden.

Kein Einkaufszentrum auf dem Gelände der Deutschen Angestellten-Akademie

Dabei schien schon alles in trockenen Tüchern.
Das ist alles sehr sonderbar.
Wie konnte es geschehen, daß man sich doch nicht einigen konnnte.
Nicht nur mir, sondern auch vielen anderen wäre ein Einkaufszentrum an dieser Stelle sehr gelegen gekommen.
Es wäre eine schlagartige Steigerung der Lebensqualität gewesen.
Aber nun heißt es mal wieder:
Pustekuchen.
Ein Satz mit x: Das war wohl nix.

Stephan Richter – was spricht er?

Am 29. November erschien das Flensburger Tageblatt mit einem Kommentar eines Stephen Richter zur Lage in der CDU sowie in der Koalition.
Dort heißt es:

“Wenn die CDU ernstgenommen werden will, muss sie jetzt in Regierung und Parlament an die Umsetzung der Parteitagsbeschlüsse gehen.
Doch bevor überhaupt der Koalitionspartner SPD erneut abgewunken hat, erklären die CDU-Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen, dass sie die Veränderung der Zahldauer des Arbeitslosengeldes I an langjährige Beitragszahler ablehnen und davon ausgehen, dass dieser Beschluss ´kurzfristig nicht konkrete Politik´ wird.”
Soso.
Beklagt wird also mal wieder eine Sozialdemokratisierung der CDU, obwohl doch im Gegenteil die SPD die CDU beinahe rechts überholt hätte.

Martin-Luther-Krankenhaus in Schleswig – ein Vorbild für Flensburg?

Es ist eine Neuheit, zumindest in unserem Raum: Im Martin-Luther-Krankenhaus Schleswig werden seit einiger Zeit Fragebögen an die Patienten ausgegeben.
Die Patienten werden so in den Stand gesetzt, die Leitung des Krankenhauses über einiges zu informieren:
nämlich, was sie von Service, Qualität der Anlagen (Betten usw.), Essen und manchem anderen halten.
Das Ganze wird dann ausgewertet und kann zu Verbesserungen in allen Bereichen führen.
Sollte das nicht auch in Flensburg möglich sein?
Ich bin dafür, sich hier die kleinere Nachbarstadt zum Vorbild zu nehmen.

Campushalle bald nicht mehr nur zu Fuß zu erreichen

Gut, die Überschrift ist ein wenig übertrieben, aber es ist ja bislang wirklich zum Haareraufen, wenn man versucht, vor einem Spiel der SG einen Parkplatz zu finden.
So ist es konsequent, daß es die SG selbst ist, auf deren Initiative hin binnen kurzem Parkraum für 500 weitere Parkplätze geschaffen werden.
Bald kann man also wirklich auch dann, wenn es um die SG bzw. zur SG geht, vom ÖPNV auf das eigene Fahrzeug umsteigen.