Jeden Tag lese ich das Flensburger Tageblatt, und jeden Tag überblättere ich die Kolumne von Traute Maaß – gar nicht mal bewußt, aber irgendwie scheint klar, das eine Kolumne, die mit der Zeichnung einer ach so pfiffigen alten Frau auf Blickfang geht, nicht lesenswert sei.
Das ist, wie ich mir bei der Lektüre des Blattes vom 21. Dezember vergegenwärtigte, nichts als ein Vorurteil. Also werfen wir mal einen Blick auf die Kolumne auf Seite 15.:
“Ich höre ja so dies und das im Laufe eines langen Jahres. Und denke mir dabei das eine oder andere. Gestern erfuhr ich von zwei Episoden, die irgendwie zusamenpassten. Da beklagte sich zunächst eine Dame bei mir, dass in einem Stadtbus ein etwa zehnjähriges Kind sich weigerte, einen Platz für Behinderte für eine gehbehinderte Dame freizumachen.”
Usw.
Das Übliche eben.
Es war ein Vorurteil, aber das nunmehr fundierte Urteil entspricht ihm vollkommen.



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