Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Dez '06

Strom nach NRW

Flensburger Strom ist ein Naturprodukt und eine Delikatesse, die weit über die Stadtgrenzen, ja weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus beliebt ist.
Daher kann es nicht verwundern, daß die Flensburger Stadtwerke den Auftrag erhalten haben, ab 2007 (vorerst bis 2009) Strom nach Nordrhein-Westfalen, unter anderem in den Kreis Herford zu liefern.
Denn in NRW … nun ja, man weiß ja um die Katastrophe im vergangenen Winter.
Aber ich fürchte, derlei ließe sich auch durch Stromlieferungen aus Flensburg nicht verhindern.

Alf Clasen im Flensburger Tageblatt zum CDU-Parteitag

Die Kontrolle des Flensburger Tageblatts im Flensburg-Blog geht weiter. Schauen wir doch mal, was ein Alf Clasen am 28. November in einem Kommentar über den CDU-Parteitag schreibt:

“Die CDU hat sich nahezu geschlossen hinter ihre Vorsitzende gestellt.”

Um ihr in den Rücken zu fallen?

“93 Prozent sind zweifellos ein sattes Ergebnis für Angela Merkel - und alles andere als eine Überraschung. Zwar wünschten sich viele Parteimitglieder eine straffere Führung, doch in Dresden konnte keinem Delegierten daran gelegen sein, die Chefin durch Stimmenentzug abzustrafen.”

Jeder hat nur eine Stimme. Deshalb kann man eben nur eine entziehen. Es müßte also statt “Stimmenentzug” “Stimmentzug” heißen.

“Ein Jahr nach der Regierungsübernahme hätte es die Kanzlerin in dem ungeliebten Zweckbündnis mit der SPD unnötig geschwächt.”

Ein Zweckbündnis hat nie etwas mit Liebe zu tun, und wenn dem so wäre, so würde nicht das Bündnis, sondern der Partner geliebt.

“Zudem hatte es Merkel im Streit um das Arbeitslosengeld (ALG) I vermieden, zwischen die Fronten zu geraten.”

Wohlgemerkt, das habe ich nicht mal hier, mal dort aus dem Text gepflückt, sondern das Zitierte ist der fortlaufende Text des ersten Absatzes.
Weitere Kommentare erspare ich mir an dieser Stelle.

Campushalle bald nicht mehr nur zu Fuß zu erreichen

Gut, die Überschrift ist ein wenig übertrieben, aber es ist ja bislang wirklich zum Haareraufen, wenn man versucht, vor einem Spiel der SG einen Parkplatz zu finden.
So ist es konsequent, daß es die SG selbst ist, auf deren Initiative hin binnen kurzem Parkraum für 500 weitere Parkplätze geschaffen werden.
Bald kann man also wirklich auch dann, wenn es um die SG bzw. zur SG geht, vom ÖPNV auf das eigene Fahrzeug umsteigen.

Martin-Luther-Krankenhaus in Schleswig - ein Vorbild für Flensburg?

Es ist eine Neuheit, zumindest in unserem Raum: Im Martin-Luther-Krankenhaus Schleswig werden seit einiger Zeit Fragebögen an die Patienten ausgegeben.
Die Patienten werden so in den Stand gesetzt, die Leitung des Krankenhauses über einiges zu informieren:
nämlich, was sie von Service, Qualität der Anlagen (Betten usw.), Essen und manchem anderen halten.
Das Ganze wird dann ausgewertet und kann zu Verbesserungen in allen Bereichen führen.
Sollte das nicht auch in Flensburg möglich sein?
Ich bin dafür, sich hier die kleinere Nachbarstadt zum Vorbild zu nehmen.

Stephan Richter - was spricht er?

Am 29. November erschien das Flensburger Tageblatt mit einem Kommentar eines Stephen Richter zur Lage in der CDU sowie in der Koalition.
Dort heißt es:

“Wenn die CDU ernstgenommen werden will, muss sie jetzt in Regierung und Parlament an die Umsetzung der Parteitagsbeschlüsse gehen.
Doch bevor überhaupt der Koalitionspartner SPD erneut abgewunken hat, erklären die CDU-Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen, dass sie die Veränderung der Zahldauer des Arbeitslosengeldes I an langjährige Beitragszahler ablehnen und davon ausgehen, dass dieser Beschluss ´kurzfristig nicht konkrete Politik´ wird.”
Soso.
Beklagt wird also mal wieder eine Sozialdemokratisierung der CDU, obwohl doch im Gegenteil die SPD die CDU beinahe rechts überholt hätte.

Kein Einkaufszentrum auf dem Gelände der Deutschen Angestellten-Akademie

Dabei schien schon alles in trockenen Tüchern.
Das ist alles sehr sonderbar.
Wie konnte es geschehen, daß man sich doch nicht einigen konnnte.
Nicht nur mir, sondern auch vielen anderen wäre ein Einkaufszentrum an dieser Stelle sehr gelegen gekommen.
Es wäre eine schlagartige Steigerung der Lebensqualität gewesen.
Aber nun heißt es mal wieder:
Pustekuchen.
Ein Satz mit x: Das war wohl nix.

Garnisonsfriedhof teils verwüstet

Es ist immer noch nicht bekannt, wer die erheblichen Schäden auf dem Garnisonsfriedhof in Schleswig angerichtet hat.
Derlei war in unserer Region bislang nicht üblich, und auch sonst sind es ja in Deutschland fast ausschließlich jüdische Gedenkstätten, die von diesen kreatürlichen Menschen beschädigt werden.

Stellen wir also mal das eine oder andere Faktum fest:
Nach der letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein hatte man sich zunächst auf eine Regierung aus SPD, Grünen und SSW geeinigt. Daß daraus nichts wurde, steht auf einem anderen Blatt.
Als sich aber diese Dreier-Koalition abzuzeichnen begann, wurden Stimmen prominenter Vertreter der Bundes-CDU laut: Dänen sollten nicht bestimmen, wer in einem deutschen Land das Sagen hat.
Es war abscheulich.
Heiligt der Zweck alle Mittel?
Und sehen wir jetzt auf dem von Dänen errichteten Garnisonsfriedhof das Ergebnis?
Schon damals waren ja SSW-Abgeordnete bedroht worden.
Und wenn man jetzt die Toten nicht in Ruhe schlafen läßt, dann ist zu befürchten, daß auch die quicklebendigen Dänen unserer Region bald von unverbesserlichen Deutschen molestiert werden.

Stefan Petersen kommentiert

Und zwar im von mir mit gebührender Skepsis beäugten Flensburger Tageblatt.
Am 30. November heißt es dort in einem Kommentar von ihm:

“Die Kanzlerin blieb hart in Riga. Es werde keine deutschen Kämpfer im Süden Afghanistens geben. Selbst eine mögliche “Nothilfe” für dort in Bedrängnis geratene NATO-Truppen will sie auf Unterstützungsaufgaben beschränken. Der Druck derjenigen Verbündeten, die im Süden des Landes Soldaten stationiert - und verloren - haben, prallte auch auf dem Gipfel in Lettland wirkungslos an Angela Merkel ab.”

Es ist wohl so bzw. eher doch nicht.
Denn was kann alles abprallen: Steine, Bälle, Gewehrkugeln (wenn auch diese nicht an Angela Merkel) usw.
Aber Druck kann eben nicht abprallen, wie doch eigentlich jedem Menschen klar sein sollte.
Was ist also dieser Stefan Petersen für ein Wesen?

Es ist eine rätselhafte Welt.

Jörg Sändig und die Maske in Silber

Jörg Sändig ist ein Bariton, der sich durchaus hören lassen kann.
Und ein Gesicht hat der Mann, das man eher bei einem Tenor vermuten würde.
Und eben die Tenöre sind es ja auch, die normalerweise mächtig “Schlag bei Weibern” haben, wie man zu sagen pflegt.
Ich distanziere mich natürlich von dieser Formulierung.

Wo war ich stehengeblieben?

Ach ja, Jörg Sändig kommt vor allem bei der weiblichen Zuhörerschaft gut an wegen seiner warmen Stimme und seines schönen Gesichts.
Da ist es dann doch kein Wunder, daß er unlängst die “Maske mit Vorhang in Silber” des Vereins Flensburger Theaterfreunde (und vor allem -freundinnen) erhielt.
Das Flensburg-Blog gratuliert herzlich.

Ärzte agierten auch in Flensburg gegen die Gesundheitsreform

Es war ein “Aktionstag”, und dahinter verbirgt sich , daß in den Praxen keine Aktion zu erwarten war.
Die gesundheitliche Grundversorgung blieb natürlich dennoch aufrechterhalten, als derart gegen die Gesundheitsreform protestiert wurde.
Und völlig zurecht wurde protestiert.
Ist übrigens mal jemandem aufgefallen, daß “Gesundheitsreform” nichts anderes als ein Euphemismus für “Krankmachung” ist?
Ein Mensch ist gesund.
Nun wird seine Gesundheit reformiert.
Wenn das nicht bedeuten soll, daß er krank gemacht wird, dann kann man sich gar nichts darunter vorstellen.

Flensburger Hof mit Feinkostgeschäft

Der Flensburger Hof beherbergt ein Restaurant und demnächst auch noch ein zweites.
Aber damit nicht genug:
Im kommenden Jahr, ja schon zu Beginn des Jahres soll dort ein Feinkostgeschäft eröffnet werden.
An so etwas mangelt es ja in unseren Breiten immer.
Na, wollen wir mal hoffen, daß es ein Feinkostgeschäft sein wird, das diese Bezeichnung verdient.

Norbert Wallet - ein Kommentator von Gottes Gnaden

Ein Norbert Wallet ist Autor eines bemerkenswerten Kommentars zum Parteitag der Grünen, den man im Flensburger Tageblatt vom 4. Dezember findet.
Ich zitiere:

“Losgelöst von den Zwängen der Macht wäre bei den Grünen nun hinreichend Raum für lustvollen Richtungsstreit.”

Das nun aber heißt, wenn wir den syntaktischen Bezug ernst nehmen, daß der nunmehr hinreichende Raum losgelöst ist von den Zwängen der Machet. Das ergibt offensichtlich keinen Sinn.
Weiter im Text:

” Doch den hat die Partei kaum in Anspruch genommen. Statt dessen legte sich die kleinste Oppositionspartei im Bundestag auf einen Kurs fest, der sich zwar `radikal´ und ´realistisch´ nennt, in Wirklichkeit aber ziemlich nüchterne Pragmatik bietet.”

Soso, er nennt sich realistisch, bietet aber Pragmatik. Was für ein Gegensatz!
Wallet weiter:

“Schrittweise soll der Klimaschutz ausgebaut werden, Fall für Fall sollen die Auslandseinsätze der Bundeswehr geprüft werden, und immer mehr soll der Kontakt zu Kleinunternehmern und Mittelständler als Träger des Fortschritts in der Umwelttechnik gesucht werden.”

Nein, “Mittelständlern” und “Trägern” muß es hier heißen.
Deutsch ist eben nicht die Stärke des Verfassers.
Politische Analyse aber offensichtlich auch nicht.
Hat er eine Stärke?
Wenn das der Fall ist, stellen Sie hier einfach einen Kommentar ein, Herr Wallet.

Pröpstin haut in den Sack

Aber vielleicht ist das nicht ganz die richtige Formulierung. Daher sagen wir es anders:
Die hiesige Pröpstin der evangelisch-Lutherischen Kirche, Juta Gross-Ricker, veabschiedet sich im kommenden Jahr in den Ruhestand.
Werfen wir einen Blick zurück auf die Ära Gross-Ricker … und wenden wir uns gleich wieder ab, denn es ist tatsächlich nichts Bedeutendes darin zu finden.