Ein Thomas Habicht schreibt im Flensburger Tageblatt vom 20. Dezember einen Kommentar.
Ich zitiere:
“Es spricht für die innenpolitische Schwäche der Warschauer Regierung, dass sie die Klage von 22 Ewig-Gestrigen zum Anlass nimmt, den deutsch-polnischen Grenzvertrag in Frage zu stellen. Das Entschädigungsbegehren der ´Preußischen Treuhand´ wurde nicht nur von der Bundesregierung, sondern auch vom Bund der Vertriebenen verurteilt. Eindeutiger kann sich die deutsche Seite nicht erklären.”
Einerseits hat er ja rcht.
Andererseits aber sollte man sich klarmachen, daß der “Bund der Vertriebenen” sich lediglich aus taktischen Gründen distanziert hat.
Man bedenke, wie die entsprechenden Landsmannschaften heißen:
“Landsmannschaft Ostpreußen” und so weiter.
Nicht “Landsmannschaft der Ostpreußen”.
Die Formulierung beinhaltet also schon, daß nach Ansicht dieser Revanchisten Deutschland in den Grenzen von 1937 fortbesteht.
Außerdem sind die in Warschau Regierenden nicht wirklich entrüstet. Sie glauben nur, im Sinne Ihres Populismus das Richtige zu tun. Sie hoffen eben, damit den Popularitätsschwund, der sich bei den letzten Kommunalwahlen zeigte, aufhalten zu können.
Aber wahrscheinlich meinte Habicht das, als er von innenpolitischer Schwäche sprach.



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