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Mi
23
Aug '06

Aufruf zum Sozialismus

Es gilt, die Sozialistische Pogo-Partei Schleswig-Holsteins (SPPH) zu gründen.
Diese Partei ist einerseits SSW-affin, andererseits dem Sozialismus ostdeutscher Prägung nicht abhold und verschließt sich auch dem libertären Sozialismus bis hin zum kommunistischen Anarchismus und Anarchosyndikalismus nicht.
Ihr seht, keine Partei könnte freier sein.
Kein Platz ist in ihr natürlich für die Westerwelles und Schäubles, die die Merkels, Merz´ und Becks dieser Welt, und das nicht nur, weil sie keine Schleswig-Holsteiner sind.
Im Moment haben wir drei Leute zusammen, und es wird wöchentlich mehrfach diskutiert, bis auch der zweite Kasten Jever alle ist.
Der dritte wird nicht noch angebrochen, da sind wir eisern.
Wie bitte?
Wir sollten bei unserem Namen eher Lück oder Dithmarscher trinken?
Nein, so verbohrt sind wir nicht. Jever schmeckt einfach viel besser.
Auf ein paar Programmpunkte haben wir uns übrigens schon geeinigt.

1. Kategorische Ablehnung des Nordstaats.

2. Langfristig : Trennung Schleswig-Holsteins von Deutschland.
Dennoch wurde es mit Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt, das Wort “separatistisch” in den Namen der Partei aufzunehmen.
Begründung: Der Name würde damit zu lang.

3. Alle Sicherheit für uns in Schleswig-Holstein!
Das heißt: Zerschlagt die Provinzial!
Und alle anderen Versicherungen auch!
Es soll keine Versicherungen mehr geben, alles wird per Gesetz und Verordnung geregelt. Daraus sowie aus Einzelfallprüfungen wird hervorgehen, was den Menschen im Behandlungs- und Schadensfall zusteht.
Bezahlt wird das Ganze natürlich aus Steuern.
Das hat nichts als Vorteile:

- Niemand wird mehr reingelegt. Niemand braucht mehr in den Teppich zu beißen, weil er irgendwo das Kleingedruckte nicht gelesen hat.

- Die Menschen sparen Zeit.
Sie müssen sich nicht mehr mit dem Vergleichen von Versicherungsangboten und dem Studieren von Verträgen abplagen.

- Die Menschen sparen Geld.
Sie werden erheblich weniger an Steuern für den Sicherheitsberich zahlen, als sie jetzt für die Versicherungen berappen müssen.
Denn die Versicherungen haben ja einige Menge Ausgaben für Werbung, für die Entwicklung ihrer Tarife, für die Versicherungsvertreter – und dann machen sie ja auch noch Profit!
Der Staat aber als Träger der Sicherheit seiner Bürger würde selbstredend keinen Profit machen.

So, nun bin ich schon fast zu sehr ins Detail gegangen.
Jedenfalls könnte Flensburg Keimzelle einer ruhmreichen neuen Partei werden.
Einer sozialistischen Partei, die durchaus auf dem Boden des Grundgesetzes stünde.
Denn das hätten sie gern, die Hans Olaf Henkels, daß das Grundgesetz nichts als den freien Markt zuließe.
Nirgends in der Verfassung dieses Staates ist der Kapitalismus festgeschrieben.
Daß wir uns dennoch aus ihm lösen wollen, steht auf einem anderen Blatt.

Also, Leute, meldet Euch.
Und zwar per Kommentar-Funktion.
In diesem emanzipatorischen Blog.

Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 23. August 2006 um 15:02 und in der Kategorie Politik abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

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