Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Do
23
Nov '06

Kaczynski in Flensburg? Niemals!

Das Hamburg-Blog hat es ebenso in sich wie das Flensburg-Blog.
Die Krone der Schöpfungen der Hamburger Publikation aber ist ein Artikel über den polnischen Staatspräsidenten Kaczynski:

http://hamburg-blog.de/08.11.2006/korrupter-kindskopf-kaczynski-raus-aus-hamburg/

Trotz aller Schärfe bleibt der Autor immer bei der Sache.
Und was er schreibt, ist eigentlich noch nicht einmal überzogen.
Der homophobe Kaczynski ist wirklich nicht mit der Kneifzange anzufassen.
Und die Schlußfolgerung, die der Autor (Gerald L.) zieht, ist ebenso überraschend wie schlüssig:
So ein Mensch darf in Hamburg nicht offiziell empfangen werden, sagt er.
Tatsächlich ist das das probate Mittel, hier präventiv tätig zu werden - statt immer nur gegen etwas zu demonstrieren, das eben schon nicht mehr zu verhindern ist.
Prävention als Mittel einer direkt von Bürgern gestalteten Politik.
Auch hier in Flensburg. Dazu komme ich noch.
Prävention also auch als direktes Element im Rahmen unserer ansonsten bewährten repräsentativen Demokratie.
Gerald L. hat hier tatsächlich ein neues Mittel gefunden, das vor einigen Jahren noch nicht praktikabel gewesen wäre.
Erst die Blogosphäre macht es möglich.
Aber die allein reicht noch nicht. Denn es ist wahr, daß da immer vieles untergeht. Das ist aber bei diesen Stadtbogs eben nicht der Fall.
Die Blogs beginnen sich zu vernetzen, wie eben in genau diesem Artikel hier.
Und spätestens da wird doch klar, daß SOLCHE Blogs kein privates, belangloses Geblubber mehr produzieren, sondern ein Mittel der Aufklärung, ja der politischen Aktion sind.

Was nun Flensburg und Kaczynski betrifft:
Ich kann mir zwar im Moment keinen Anlaß denken, aus dem der polnische Staatspräsident unsere schöne Stadt aufsuchen sollte.
Aber ausschließen kann man es ja nicht. Und da sollte eben für Flensburg gelten, was auch für Hamburg gilt:
Ein solcher “Volksvertreter” kann hier nie und nimmer geduldet werden!
Es gilt tatsächlich, die Menschen dafür zu sensibilisieren. Manche Leute glauben halt einfach:
Andere Länder, andere Sitten.
Mit anderen Worten: Wenn Polen ins Mittelalter zurücksinkt, dann ist das deren Sache.
Oh nein, das ist es nicht. Wir befinden uns in einer Union.
Der Europäischen Union.
Und derartige Ausfälle und fatale Rückfälle können in einer Gemeinschaft wie dieser nicht geduldet werden.
Weil die Union eben mehr ist als eine Wirtschaftsgemeinschaft.
Nämlich eine Wertegemeinschaft.
Wenn in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in Dänemark, auf einmal Demokratie und Menschenrechte mit Füßen getreten würden, wäre uns das egal?
Wenn man in Kopenhagen auf einmal Stimmung gegen Deutsche machen würde, nur weil eine winzige Minderheit die “Rückgbe” Nordschleswigs an Deutschland fordern würde?
Das würde uns unmittelbar betreffen.
Aber ebenso betrifft es uns, wenn polnische Politiker und Medien das gesamte deutsche Volk verdammen, nur weil der revanchistische “Bund der Vertriebenen” ein “Zentrum gegen Verteibungen” will.
Hier ist tatsächlich der einzelne Bürger gefordert, zur Deeskalation beizutragen.
Und wie gesagt, dank der offensichtlichen Vernetzung der Stadtblogs verläuft das nicht im Sande.
Der Beitrag von Gerald L. hat in Hamburg und darüber hinaus schon hohe Wellen geschlagen. Vielleicht leiste ja auch ich hiermit einen winzigen Beitrag für eine Welt ohne Kaczynskis.

Dieser Eintrag wurde verfasst am Donnerstag, 23. November 2006 um 14:54 und in der Kategorie Politik abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

6 Kommentare zu “Kaczynski in Flensburg? Niemals!”

  1. eleni meint:

    Hochinteressaant.
    Da bleibt kein Auge trocken.
    Aber mal im Ernst: Die letzten Wahlen - Kommunalwahlen waren es - haben doch gezeigt, daß die obszönen Zwillinge in Polen keine Chance haben.

  2. vera meint:

    Ich dachte erst, das wäre jetzt wieder das übliche Stammtischgelaber, aber das hat ja wirklich Hand und Fuß, und da beweist mal einer Einsicht.
    Chapeau!

  3. Hinnerkerer meint:

    Eine Welt ohne Kaczynskis, wie? Das geht mir dann doch ein wenig zu weit.
    Sonst kann ich allem zustimmen.

  4. Immernoch meint:

    Ich verfolge das Blog- Geschehen um den polnischen Staatspräsidenten seit einiger Zeit mit großem Interesse.
    Leider habe ich mir immer noch kein abschließendes Urteil gebildet.
    Ich frage mich: Was haben die deutschen Städte davon, daß sie international ls intolerant angeprangert werden?
    Was hat insbesondere Flensburg davon?
    Diese Gefahr besteht och, obwohl natürlich auch ich solche Politiker wie Kaczynski verabscheue.

  5. Bernd, der Hummler meint:

    Ja, in der Tat niemals. Wie kommt man darauf, daß das je geschehen könnte?
    Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Und wenn er als Privatperson hier aufkreuzt, dann ist dagegen eh nichts zu machen.

  6. Leonsio Polak meint:

    Ich bin ein polnische “Deutscher” ab 5 Jahren in BRD. Ich wurde in NRW und Hessen gejagt, nur weil ich war ein Katholik, musste ich mich schämen dass Polen unterstützt USA, und ich wurde gejagt für das dass ich habe Angst dass Homo und Pedo machen kaputt gesunde Gesellschaft. Ab diesem Zeit was ich bin in Bayern habe keine solche Probleme, ich weiß dass ich mich in größeren Mehrheit gesunden Leuten. Ab diesem Zeit was Kaczyscy regieren muss ich mich schämen dass komme ich aus Polen. Aber nur in Süddeutschland. Das Süddeutschland mit der freundlichen Leuten ist für mich neue Heimat. Pedo-Homo-68 soll verdorben bis Ende in eigener Saft.

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