Auch das Flensburger Tageblatt beschäftgt sich mit Knut. In einem Kommentar vom 24. März schreibt dort ein Bernd Ahlert:
“Deutschland sucht denn Superstar - und hat ihn gefunden! Männliches Wesen, dreieinhalb Monate alt, an 9,3 Kilo schwer. Besondere Kennzeichen: Weißes Fell, tapsiger Gang und Knopfaugen. Sternzeichen: Schütze. Künstlername: Knut. Ein cooler kleiner Eisbär, der in kürzester Zeit zum Weltstar wurde. Knut hat kein besonderes Talent, er ist einfach nur er selbst. Doch die Medien reißen sich um ihn. Knut ist unbeholfen und verspielt - und gerade deshalb löst jede Bewegung von ihm Entzücken aus. Knut hat einen Blick, der die Herzen von Millionen Fans daheim schmelzen lässt. Weshalb er ab sofort auch eine eigene TV-Show (Sonnabend 9.50, ARD) hat. Es gibt einen Song über Knut, und er lässt sich als Stofftier vermarkten.”
Und das soll ein Komentar sein?
Schauen wir uns doch mal das Ende an:
“Knut verkörpert die Herausforderung der Zukunft (in Sachen Klimawandel, Anmerkung des Zitierenden). Gut so. Das wird sich zwar ändern - spätestens wenn der Kleine 2-50 Meter Schulterhöhe misst, zum Einzelgänger geworden ist und mit fletschenden Zähnen seinen Raubtier-Instinkten folgt. Doch bis dahin kann der Star seinen Bewunderern noch manche Lehrstunde erteilen.”
Kaum wagt sich Ahlert über Gemeinplätze hinaus, schon macht er Fehler.
“Fletschende Zähne”?
Zähne fletschen nicht, sie werden gefletscht. Und auf eine Schulterhöhe von 2,50 m bringt es vielleicht King Kong, ein Eisbär gewiß nicht. Wahrscheinlich weiß Ahlert nicht, was “Schulterhöhe” bedeutet. Es ist die Distanz zwischen Schulter und Boden, wenn der Eisbär auf allen Vieren steht. Und ein Eisbär bringt es auf eine Schulterhöhe von 1,60m.
Das ist enorm: Der Bär ist auf allen Vieren so hoch wie ein ausgewachsener Mensch (der recht klein, aber durchaus nicht minderwüchsig ist) in aufrechter Haltung.
Von 2,50 kann aber natürlich nicht die Rede sein.
So ein Kommentatorchen hat eben, und das galt es zu beweisen, keine Ahnung.
Von solchen Menschen müssen wir hier in Flensburg uns informieren lassen.
Nun ja, zum Glück gibt es ja das Flensburg-Blog.
Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 28. März 2007 um 16:25 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



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