Die Grünen hauten jüngst im Infrastrukturausschuß auf den Putz: Man müsse überprüfen, iniweweit in den städtischen Gebäuden Energieeinsparungen möglich seien. Zu diesem Behuf solle ein Arbeitsausschuß gegründet werden, bestehend aus Politikern, Mitgliedern der Verwaltung, und, auch daran haben sie gedacht, Hausmeistern.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Uwe Lorenzen, sagte (dem Flensburger Tageblatt zufolge):
“Wir vermuten, daß Energiekosten in erheblichem Maß gesenkt werden können.”
Erheblich gesenkt. Seht Ihr die Stilblüte?
Aber zur Sache:
Der Vorgang ist bemerkenswert, weil symptomatisch.
Den Grünen geht es um Effizienz.
Früher waren sie Umweltschutz-Partei, heute fällt ihnen noch nicht einmal ein, daß Energiesparen nicht nur die Kassen, sondern auch die Natur schont.
Was für eine Partei!
Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 28. März 2007 um 16:34 und in der Kategorie Politik abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



9. Mai 2007 um 14:54
Da sehnt sich wohl jemand nach den “guten alten Zeiten” in denen die Welt noch übersichtlich war und die Grünen sich auf weniger Problematiken beschränkt haben.
Zum Glück sind die Grünen dem Autor weit voraus, der sich in der romantischen Vorstellung verrannt hat, dass der Klimawandel -wahrscheinlich das drängenste Problem des 21. Jahrhunderts- sich mit ein wenig Energie sparen aus der Welt schaffen lasse. Die letzten IPCC-Berichte sollten mit dieser Vorstellung eigentlich Schluss gemacht haben. Leider scheint sie der Autor nicht gelesen zu haben.