Flensburg-Blog: Das Weblog von Flensburgern für Flensburger

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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Mi
28
Mrz '07

Vorstoß der Grünen für Energieeinsparungen in Gebäuden der Stadt

Die Grünen hauten jüngst im Infrastrukturausschuß auf den Putz: Man müsse überprüfen, iniweweit in den städtischen Gebäuden Energieeinsparungen möglich seien. Zu diesem Behuf solle ein Arbeitsausschuß gegründet werden, bestehend aus Politikern, Mitgliedern der Verwaltung, und, auch daran haben sie gedacht, Hausmeistern.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Uwe Lorenzen, sagte (dem Flensburger Tageblatt zufolge):
“Wir vermuten, daß Energiekosten in erheblichem Maß gesenkt werden können.”

Erheblich gesenkt. Seht Ihr die Stilblüte?
Aber zur Sache:
Der Vorgang ist bemerkenswert, weil symptomatisch.
Den Grünen geht es um Effizienz.
Früher waren sie Umweltschutz-Partei, heute fällt ihnen noch nicht einmal ein, daß Energiesparen nicht nur die Kassen, sondern auch die Natur schont.
Was für eine Partei!

Stadtverwaltung contra LOS

Das Förderprogramm LOS ist der Stadtverwaltung ein Dorn im Auge. Wegen des damit verbundenen angeblich erheblichen administrativen Aufwandes.
Geht es nach der Verwaltung, dann gibt es in dieser Angelegenheit nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Programm fallengelassen, oder man schafft eine halbe Verwaltungsstelle, um es administrativ betreuen zu können.
Das beste Gegenargument ist natürlich: Es hat doch bislang auch geklappt.
Eine weitere Verwaltungsstelle, und sei es nur eine halbe, wird es wohl kaum geben.
Also ist, wenn schon nicht der Zweck, so doch möglicherweise das Ergebnis der Übung mal wieder Einsparung eines wichtigen Projekts.

So
25
Feb '07

Bohs-Hansen haut in den Sack

Joergen Bohs-Hansen war bislang Bürgervertreter für die CDU in Harrislee. Jetzt ist er aus der CDU ausgetreten und der FDP beigetreten. Ähnliche Fälle sind übrigens aus Kiel bekannt. Und natürlich aus Flensburg.
Man fragt sich, ob sowas zur Mode wird.
Die Hintergründe sind selbstredend auch in diesem Falle nicht klar.
Von Angriffen auf seine Person berichtet der Parteienwechsler.
Nur: Die sind doch wohl kein Motiv, der FDP beizutreten. Genau genommen noch nicht mal ein hinreichender Grund, aus der CDU auszutreten. Denn man ist ja Mitglied einer Partei, weil man mit ihrem Programm übereinstimmt, nicht weil man sich mit irgendwelchen Leuten der Ortsgruppe ganz gut versteht.
Also, recht mysteriös, das Ganze.

Do
23
Nov '06

Kaczynski in Flensburg? Niemals!

Das Hamburg-Blog hat es ebenso in sich wie das Flensburg-Blog.
Die Krone der Schöpfungen der Hamburger Publikation aber ist ein Artikel über den polnischen Staatspräsidenten Kaczynski:

http://hamburg-blog.de/08.11.2006/korrupter-kindskopf-kaczynski-raus-aus-hamburg/

Trotz aller Schärfe bleibt der Autor immer bei der Sache.
Und was er schreibt, ist eigentlich noch nicht einmal überzogen.
Der homophobe Kaczynski ist wirklich nicht mit der Kneifzange anzufassen.
Und die Schlußfolgerung, die der Autor (Gerald L.) zieht, ist ebenso überraschend wie schlüssig:
So ein Mensch darf in Hamburg nicht offiziell empfangen werden, sagt er.
Tatsächlich ist das das probate Mittel, hier präventiv tätig zu werden - statt immer nur gegen etwas zu demonstrieren, das eben schon nicht mehr zu verhindern ist.
Prävention als Mittel einer direkt von Bürgern gestalteten Politik.
Auch hier in Flensburg. Dazu komme ich noch.
Prävention also auch als direktes Element im Rahmen unserer ansonsten bewährten repräsentativen Demokratie.
Gerald L. hat hier tatsächlich ein neues Mittel gefunden, das vor einigen Jahren noch nicht praktikabel gewesen wäre.
Erst die Blogosphäre macht es möglich.
Aber die allein reicht noch nicht. Denn es ist wahr, daß da immer vieles untergeht. Das ist aber bei diesen Stadtbogs eben nicht der Fall.
Die Blogs beginnen sich zu vernetzen, wie eben in genau diesem Artikel hier.
Und spätestens da wird doch klar, daß SOLCHE Blogs kein privates, belangloses Geblubber mehr produzieren, sondern ein Mittel der Aufklärung, ja der politischen Aktion sind.

Was nun Flensburg und Kaczynski betrifft:
Ich kann mir zwar im Moment keinen Anlaß denken, aus dem der polnische Staatspräsident unsere schöne Stadt aufsuchen sollte.
Aber ausschließen kann man es ja nicht. Und da sollte eben für Flensburg gelten, was auch für Hamburg gilt:
Ein solcher “Volksvertreter” kann hier nie und nimmer geduldet werden!
Es gilt tatsächlich, die Menschen dafür zu sensibilisieren. Manche Leute glauben halt einfach:
Andere Länder, andere Sitten.
Mit anderen Worten: Wenn Polen ins Mittelalter zurücksinkt, dann ist das deren Sache.
Oh nein, das ist es nicht. Wir befinden uns in einer Union.
Der Europäischen Union.
Und derartige Ausfälle und fatale Rückfälle können in einer Gemeinschaft wie dieser nicht geduldet werden.
Weil die Union eben mehr ist als eine Wirtschaftsgemeinschaft.
Nämlich eine Wertegemeinschaft.
Wenn in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in Dänemark, auf einmal Demokratie und Menschenrechte mit Füßen getreten würden, wäre uns das egal?
Wenn man in Kopenhagen auf einmal Stimmung gegen Deutsche machen würde, nur weil eine winzige Minderheit die “Rückgbe” Nordschleswigs an Deutschland fordern würde?
Das würde uns unmittelbar betreffen.
Aber ebenso betrifft es uns, wenn polnische Politiker und Medien das gesamte deutsche Volk verdammen, nur weil der revanchistische “Bund der Vertriebenen” ein “Zentrum gegen Verteibungen” will.
Hier ist tatsächlich der einzelne Bürger gefordert, zur Deeskalation beizutragen.
Und wie gesagt, dank der offensichtlichen Vernetzung der Stadtblogs verläuft das nicht im Sande.
Der Beitrag von Gerald L. hat in Hamburg und darüber hinaus schon hohe Wellen geschlagen. Vielleicht leiste ja auch ich hiermit einen winzigen Beitrag für eine Welt ohne Kaczynskis.

Fr
17
Nov '06

Haßobjekt Klaus Schlie

Er hat verblüffende Ähnlichkeit mit einem Kartoffelkäfer, und seine Sache ist die allerniedrigste: Klaus Schlie heißt er, “Entbürokratisierungs-Staatssekretär” nennt er sich schönfärberisch - und er ist in Kiel tätig als Stellenkiller der Großen Koalition unseres Bundeslandes.
500 Stellen will er vernichten, und er ist auch noch stolz darauf. Kein Wunder, daß sich die Ministerien wehren.
Schlie ist unzufrieden. Die Job-Killerei, die er zur Freude der IHK betreibt, geht ihm nicht schnell genug.
Leider sind sich aber alle Parteien über die “Notwendigkeit” der Entbürokratisierung einig.
Warum aber redet niemand davon, was man mit einer Verstaatlicheung des Versicherungssektors einsparen könnte.

Do
19
Okt '06

Anlieger der Hafenspitze verstehen keinen Spaß

Zugegeben, es ist schon öfter mal mächtig was los an der Hafenspitze - Events noch und nöcher. Das geht natürlich nie ganz ohne Geräusch ab. Aber müssen die Anwohner deswegen gleich die Stadt Flensburg auf den Plan rufen?
Und muß diese im Ernst darauf eingehen und ihrerseits eine Lärmschutzfirma einschalten?
Dabei sind die Anwohner doch immer herzlich dazu eingeladen, mitzufeiern.
Und wenn sie dazu keine Lust haben, dann müssen sie das eben mal aushalten - wenn sie zuhause sind.
Es ist doch wahr:
Entweder feiern sie mit, oder sie sind nicht zuhause - dann stört es sie nicht: oder sie SIND zuhause. Dann werden sie in den paar Fällen ja wohl mal ein Ohr zudrücken können. Und wenn nicht: Ich helfe gern.
Ich plädiere dafür, ein Spendenkonto einzurichten:

“Ohropax für die Anwohner der Hafenspitze”

Klingt doch gut, nicht?
Und ich würde auch sofort etwas einzahlen, sogar einen zweistelligen Betrag.
Mehr aber auch nicht. Man sollte sich schließlich darüber im klaren sein, daß so ein Ohrwachskügelchen teilbar und mindestens zwanzigmal verwendbar ist.
Da kann man also schon mit kleinen Beträgen viele Anwohner glücklich machen.
Wie, das wäre zynisch?
Och, man wird doch wohl noch ein wenig Spaß machen dürfen.
Mit ernstem Hintergrund allerdings.
Denn mir scheint wirklich, daß ein Mangel an Toleranz seitens einiger Anwohner hier das Problem ist.

Was will Hans Joachim Wnuck?

Es ist nicht lange her, nur einige Wochen, da war Hans Joachim Wnuck Fraktionsvorsitzender der CDU im Flensburger Rat.
Und nun?
Er ist ja nicht der erste, der Partei und Fraktion verläßt.
Maike Bruhns war es, die ihm die Bahn brach.
(Und auch Bruhns war nicht die erste, die die CDU-Fraktion in dieser Wahlperiode verließ, sondern die zweite.)
Und beide Ex-CDU-Leute gründen nun eine FDP-Fraktion im Rat.
Dürfen die das?
Ja, das dürfen die.
Was soll man aber von alledem halten?
Seit nunmehr 30 Jahren hat es die FDP nicht mehr in Fraktionsstärke in den Rat geschafft.
Nicht auf dem ehrlichen Wege.
Nicht auf dem demokratischen Wege, durch Wahlen eben.
Was sind denn das für Methoden, mit denen wir es hier zu tun haben?
Bei dem verschlafenen Lokaljournalismus, den wir hier eben haben, wird sich wohl niemand dahinterklemmen und die Wahrheit aufdecken.
Man wird sich einfach damit begnügen, die veränderten Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen.
Aber was ist überhaupt aus den deutschen Tugenden geworden, die doch gerade die CDU immer hochhält?
Deutsche Treue?
Drei Abgänge aus der Fraktion!
Nach meinem Geschmack darf das gern so weiterbröckeln, ja geradezu -brocken.

Friedemann Diederichs - was schreibt der Mann schon wieder für einen Quatsch

Hier in diesem Blog wird gnadenlos über die Minderwertigkeit der Kommentare im Flensburger Tageblatt aufgeklärt.
Immer wieder, so auch jetzt:
In der Ausgabe vom 9. Oktober steht ein Kommentar von Friedemann Diederichs, in dem es heißt:

“Da ein Präventivschlag gegen die iranischen Atomfabriken Bush aufgrund der politischen und militärischen Risiken nicht gelegen sein kann, würden sich Gespräche mit Teheran zur Konfliktlösung aufdrängen.”

Von den Wortstellungsfehlern fast zu schweigen:
Der Diederichs meint doch wohl nicht, daß Bush ein Militärschlag nicht gelegen sein könne, daß es ihm also nicht liege, andere Länder bombardieren zu lassen. Denn daß ihm das liegt, wissen wir.
Nein, Diederichs meint vielmehr, daß Bush in diesem Fall nicht DARAN gelegen sein könne.
Er kann es nur nicht sagen.

Mi
18
Okt '06

Bernd Ahlert schreibt Quatsch

Und zwar kann man das im Flensburger Tageblatt vom 10. Oktober nachlesen.
Dort ist ein Kommentar von ihm über Nordkorea und die Bombe erschienen, in dem es heißt:

“Es ist müßig zu fragen, wie es dem isolierten Land überhaupt gelingen konnte, in den Besitz nuklearer Technologie zu gelangen, um eine einsatzfähige Bombe zu bauen. Fest steht: Mit Nordkoreas Aufstieg zur Atommacht wird ein ebenso sensibles wie fragiles militärstrategisches Gleichgewicht in Asien aus den Bahnen geworfen. Ein nukleares Wettrüsten in Fernost könnte die Folge sein.”

Das Land hat möglicherweise keine Atombombe, sondern seine Führung will die Weltöffentlichkeit dies nur glauben machen. Daran ändert auch die jüngste “Expertise” aus den USA nichts.
Und Ahlert schwadroniert von einem “ebenso sensiblen wie fragilen Gleichgewicht”. Wenn “sensibel” hier nicht soviel wie “fragil” bedeuten soll, was denn dann?
Worin könnte im übrigen die Sensibilität eines Gleichgewichts bestehen?
Das wird uns auch Ahlert nicht beantworten können.
Fast zu schweigen davon, daß ein Gleichgewicht auch nicht fragil sein kann.
Besonders schön aber ist es, daß dieses sensible und fragile Gleichgewicht aus einer Bahn, nein gleich aus mehreren Bahnen geworfen worden ist.
Das ist Ahlertsche Metaphorik at its best.

Stadtdenkerin???

Elsebeth Gerner Nielsen ist Stadtdenkerin Flensburgs.
Wie konnte es zu diesem Kuriosum kommen?
Der Verein Flensburger Baukultur ist dafür verantwortlich. Zumindest hat er die Stadtdenkerangelegenheit initiiert.
Mir ist aber immer noch schleierhaft, was das soll.
Vielleicht können es sich die Initiatoren auch nicht denken. Das wäre nur konsequent. Denn sie wollen / können ja nicht denken, sondern wollen / müssen denken lassen.
Das ist alles sehr obskur.

Was ist los in Harrislee?

Man muß sich über Harrislee wundern. Nicht nur, daß es da seit Mitte des Jahres einen Förderverein (bezogen auf die Zentralschule) gibt, jetzt machen sich Harrisleer auch noch per Unterschriftenaktion gegen die Abschiebung eines Armeniers stark.
So soll und muß es sein. Harrislee wird langsam zu einem Zentrum der Zivilcourage.
Daran sollte sich Flensburg ein Beispiel nehmen.

Di
17
Okt '06

Friedemann Diederichs kommentiert wacker weiter

In der Ausgabe des Flensburger Tageblatts vom 26. September findet sich ein Kommentar von Friedemann Diederichs über “Bushs Täuschungen”.
Dort heißt es:

“Kurz nach Beginn des Irak-Kriegs hatte sich US-Präsident George W. Bush das erste Mal eine Täuschung der Weltöffentlichkeit vorwerfen lassen müssen: Da ging es um die Behauptung, man habe sichere Erkenntnisse über die Existenz und Weiterentwicklung von Masse-Vernichtungswaffen im Irak. Im gleichen Atemzug beharrte das Weiße Haus darauf, daß es Verbindungen von Saddam und der Al-Kaida-Terrororganisation gibt.
Beide Aussagen gelten heute als zweifelsfrei widerlegt. Und Bush müsste eigentlich aus dem massiven Image-Schaden, der aus dieser falschen Argumentation resultierte, klug geworden sein. Ist er aber nicht. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass er weiter unbeirrbar behauptet, der Irak-Krieg habe sein Land und den Rest der Welt sicherer gemacht?
Diese These zog sich durch alle Bush-Reden während der Gedenkfeiern für die September-Anschläge.”

Und so weiter.
Es ist bemerkenswert, daß Diederichs und viele andere sich immer wieder als mutige Bush-Kritiker inszenieren, obwohl sie doch nur eine Mehrheitsmeinung wiedergeben:
Hätte man vor der letzten Präsidentschaftswahl spaßeshalber den Deutschen die Sonntagsfrage gestellt, dann hätten doch wohl mindestens 95% gegen Bush gestimmt.
Außerdem sollte man sich vielleicht mal die Frage stellen, ob die Feststellung, daß der Irak-Krieg mit Propaganda-Lügen vorbereitet wurde, ausreicht, um den Krieg abzulehnen.
Hat man vielleicht schon vergessen, daß Saddam die eigene Bevölkerung drangsalierte und die Kurden terrorisierte?
Daß er ohne noch so fadenscheinige Begründung Kuweit überfiel?
Daß er das Existenzrecht Israels bestritt und Rakteten auf den einzigen zivilisierten Staat im Nahen Osten abfeuern ließ?

Die US-Folter im Irak ist zwar eine Katastrophe, die zum Rücktritt der gesamten Regierung hätte führen müssen (nicht nur zu der Rumsfelds, und selbst der blieb im Amt), aber Bush hat recht, wenn er sagt, die Welt sei ohne Saddam eine bessere.
Ein wenig besser wäre sie ohne Bush, Cheney und dergleichen natürlich auch.

Zentralschule Harrislee und der Förderverein

Schule ist, was man daraus macht.
Das gilt nicht nur für die Schüler im Klassenverband und im Unterricht, nein, das kann man auch ganz anders fassen.
Bislang konnten sich die meisten kaum vorstellen, daß es, was die Entscheidungsebene betrifft, noch etwas jenseits von Lehrerkonferenzen und Elternbeiräten gibt.
In Harrislee ist das seit Mitte des Jahres anders:
Die Zentralschule Harrislee darf sich über einen Förderverein freuen.
Dieser besteht aus engagierten Eltern von Schülern des Lehrinstituts.
Bislang ist die Zahl der Mitglieder des Vereins noch überschaubar, aber je mehr er auf sich aufmerksam macht, desto mehr Zulauf könnte er erhalten.
Der Förderverein betrachtet es als seine Aufgabe, schülerbezogene Projekte zu entwickeln bzw. mitzufinanzieren, etwa wenn es um Karriereorientierung bei Schülern geht, deren Schulabschluß vor der Tür steht.
In jedem Fall ist es begrüßenswert, daß sich die Mitglieder des Fördervereins, statt sich nur um ihre eigenen Kinder zu kümmern, für die Jugend ihrer Heimat generell einsetzen.
Es wird zwar in diesem Lande immer viel über Vereinzelung und wachsenden Egoismus geunkt, aber das Beispiel dieses Förderverins zeigt, daß das Gegenteil der Fall ist (oder zumindest sein kann).
Es wäre schön, wenn sich Eltern an anderen Schulen unserer Region durch den Verein zur Gründung ähnlicher Organisationen anregen ließen.

Do
14
Sep '06

Kollekten bringen genügend Kohle

Wie die Kieler Nachrichten berichten, sind im vergangenen Jahr bei Kollekten der Evangelen in SH über 2,3 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Das reicht doch!
Da kann und sollte man die Kirchensteuer abschaffen.
Ist es nicht ohnehin skandalös, daß in einem laizistischen Land der Staat Geld für die Kirchen eintreibt?

Mi
23
Aug '06

Aufruf zum Sozialismus

Es gilt, die Sozialistische Pogo-Partei Schleswig-Holsteins (SPPH) zu gründen.
Diese Partei ist einerseits SSW-affin, andererseits dem Sozialismus ostdeutscher Prägung nicht abhold und verschließt sich auch dem libertären Sozialismus bis hin zum kommunistischen Anarchismus und Anarchosyndikalismus nicht.
Ihr seht, keine Partei könnte freier sein.
Kein Platz ist in ihr natürlich für die Westerwelles und Schäubles, die die Merkels, Merz´ und Becks dieser Welt, und das nicht nur, weil sie keine Schleswig-Holsteiner sind.
Im Moment haben wir drei Leute zusammen, und es wird wöchentlich mehrfach diskutiert, bis auch der zweite Kasten Jever alle ist.
Der dritte wird nicht noch angebrochen, da sind wir eisern.
Wie bitte?
Wir sollten bei unserem Namen eher Lück oder Dithmarscher trinken?
Nein, so verbohrt sind wir nicht. Jever schmeckt einfach viel besser.
Auf ein paar Programmpunkte haben wir uns übrigens schon geeinigt.

1. Kategorische Ablehnung des Nordstaats.

2. Langfristig : Trennung Schleswig-Holsteins von Deutschland.
Dennoch wurde es mit Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt, das Wort “separatistisch” in den Namen der Partei aufzunehmen.
Begründung: Der Name würde damit zu lang.

3. Alle Sicherheit für uns in Schleswig-Holstein!
Das heißt: Zerschlagt die Provinzial!
Und alle anderen Versicherungen auch!
Es soll keine Versicherungen mehr geben, alles wird per Gesetz und Verordnung geregelt. Daraus sowie aus Einzelfallprüfungen wird hervorgehen, was den Menschen im Behandlungs- und Schadensfall zusteht.
Bezahlt wird das Ganze natürlich aus Steuern.
Das hat nichts als Vorteile:

- Niemand wird mehr reingelegt. Niemand braucht mehr in den Teppich zu beißen, weil er irgendwo das Kleingedruckte nicht gelesen hat.

- Die Menschen sparen Zeit.
Sie müssen sich nicht mehr mit dem Vergleichen von Versicherungsangboten und dem Studieren von Verträgen abplagen.

- Die Menschen sparen Geld.
Sie werden erheblich weniger an Steuern für den Sicherheitsberich zahlen, als sie jetzt für die Versicherungen berappen müssen.
Denn die Versicherungen haben ja einige Menge Ausgaben für Werbung, für die Entwicklung ihrer Tarife, für die Versicherungsvertreter - und dann machen sie ja auch noch Profit!
Der Staat aber als Träger der Sicherheit seiner Bürger würde selbstredend keinen Profit machen.

So, nun bin ich schon fast zu sehr ins Detail gegangen.
Jedenfalls könnte Flensburg Keimzelle einer ruhmreichen neuen Partei werden.
Einer sozialistischen Partei, die durchaus auf dem Boden des Grundgesetzes stünde.
Denn das hätten sie gern, die Hans Olaf Henkels, daß das Grundgesetz nichts als den freien Markt zuließe.
Nirgends in der Verfassung dieses Staates ist der Kapitalismus festgeschrieben.
Daß wir uns dennoch aus ihm lösen wollen, steht auf einem anderen Blatt.

Also, Leute, meldet Euch.
Und zwar per Kommentar-Funktion.
In diesem emanzipatorischen Blog.

Mi
31
Mai '06

Fliegergottesdienst

In einer Frau ist man Gott näher als in der Kirche.”

Wer sagte das mal gleich?
Wer aber immer noch die Vorstellung hat, Gott, wenn es ihn oder sie denn gibt, müsse “irgendwo da oben” sein, der wird sich riesig über ein neues Angebot freuen oder bereits gefreut haben:
An einem der letzten Wochenenden fand auf dem Flugplatz Flensburg-Schäferhaus der erste internationale Fliegergottesdienst statt, veranstaltet von Luftsportverein und Flughafen-Betriebsgesellschaft.
“Fly and Pray” lautete der Titel. Da hatte man also zwei zum Preis von einem. Und, wenn ich auch mal was auf Englisch sagen darf:
Was ich im folgenden mache, ist Preaching to the Converted, dennoch muß es gesagt sein:
Nichts könnte penetranter, nichts könnte jämmerlicher sein als so etwas!
“Fly and Pray!”
Und solche Leute dürfen wählen!
Was ich überhaupt meine?
Worin meine Kritik besteht?
Wer so fragt, ist blöd.
Ich bin doch normalerweise um kein Argument verlegen, aber wer versuchte, gegen diesen Dumpf-, Stumpf- und Schwachsinn zu argumentieren, der hätte seinerseits Hilfe nötig.
“Fly and Pray!!”
Herr, laß Abend werden!
Und wer war natürlich mittenmang?
Der als Biker-Pastor berüchtigte Uwe Stiller, der es vermutlich mächtig krachen ließ.
Aber das ist, wie gesagt, nur eine Mutmaßung. Ich war ja nicht dabei.
Gott bewahre!
Ich beziehe mich nur auf einen Artikel in den Kieler Nachrichten, der auf das Ereignis hinweist.
Diesem Artikel auch ist zu entnehmen, daß es bei dieser Veranstaltung ein Rahmenprogramm gab.
Kirche ist ja schon immer Show gewesen.
Zu diesem Rahmenprogramm gehörten Sprünge mit dem Fallschirm aus luftiger Höhe.
In memoriam Jürgen W. Möllemann.
Außerdem eine Kunstflugvorführung mit einer YAK, einem Fluggerät also, das vom atheistisch-kommunistischen Feind entworfen wurde.
Das ist ein wunderschönes Detail, in dem der Teufel steckt.

Fr
19
Mai '06

Sex in Flensburg - und sonst gar nichts?

Ein Markus Priem berichtet in der Hauspostille der IHK Flensburg, daß die Flensburger Brauerei Emil Petersen gemeinsam mit der Beate Uhse AG ein “Erotik-Bier” auf den Markt bringe.
Das ist natürlich kein distanzierter journalistischer Artikel, den dieser Priem da verfaßt hat, sondern schiere Werbung.
Unbezahlt?
Bezahlt?
Will nun vielleicht jemand einwenden, daß kritischer Journalismus ja auch gar nicht das Ziel einer IHK-Zeitschrift sein könne?
Und daß doch da die Interessen der Unternehmer vertreten würden?
Wohl wahr, aber ist es nicht so, daß dort eben hauptsächlich die Interessen der großen Unternehmen vertreten werden?
Hat denn ein Kleinunternehmen eine Chance auf einen halbseitigen werbenden Artikel inklusive Farbfotos ihrer Produkte?
Schamlos aber ist der Artikel Priems nicht nur in diesem Sinne, denn es ist doch überdies bemerkenswert, daß man ohne weiteres über Produkte eines Erotik-Unternehmens berichtet.
Aber das ist wohl ein Trend der Zeit:
Auch die Sexshops verlassen ja die Schmuddelecken und beginnen, gesellschaftsfähig zu werden.
Was halten wir nun aber davon?
Es soll doch niemand meinen, dies habe mit sexueller Befreiung zu tun.
Was könnte spießbürgerlicher sein, als auf “Reizwäsche” und dergl. zu stehen?!
Auf ReizWORTE jedenfalls setzt Priem in seinem Artikel, dessen Bilduntrerschrift lautet:
“Die neue 0,33-Liter-Bügelflasche lässt es ploppen.”
Sollte der Mensch es tatsächlich originell finden, derart auf das Wort “poppen” anzuspielen, das eine im westdeutschen Raum weitverbreitete umgangssprachliche Bezeichnung für den Geschlechtsverkehr ist?
(Dieser Aufklärung hättet Ihr nicht bedurft?
Verzeihung!)
Das Bemerkenswerteste an Priems Beitrag ist jedoch, daß er die Beate Uhse AG als “eines der führenden Erotikunternehmen Flensburgs” bezeichnet.
Ist der Mann ein Schelm, oder hatte er beim Abfassen des Artikels zuviel des angeblich erotisierenden Gerstensaftes intus?
EINES der führenden Erotikunternehmen?
Flensburgs?
Das hieße, daß es in unserer Stadt eine Reihe anderer Erotikunternehmen ähnlicher Größe gäbe.
Von den kleineren fast zu schweigen.
Wenn dem aber so wäre, dann würden doch wohl fast alle Flensburger Werktätigen in der Erotik-Branche arbeiten, und sämtliche Studenten, Studentinnen und Azubienen würden sich als Produkttester für Artikel der betreffenden Firmen verdingen.
Zum Glück ist es nicht so, und auch mit der Beate Uhse AG dürfte es infolge des Erotikbieres rapide abwärts gehen.
Denn wie heißt es bei Shakespeare:
Geistiges Getränk steigert das Verlangen, aber erschwert die Ausführung.

Mi
29
Mrz '06

Das Folkbaltica kommt

Daran soll auch hier schon mal erinnert werden.
Es findet vom 10. bis zum 14. 5. statt.
Schwerpunkt ist diesmal Schweden, aber es werden sich darüber hinaus Musiker aus allen Ländern Skandinaviens einfinden. Daneben aus Polen, Deutschland und dem, wie es die Veranstalter nennen, “Baltikum”.
Diese Bezeichnung wollen wir uns doch bitte schleunig, ja schleunigst abgewöhnen.
Denn Estland, Lettland und Litauen bilden keine Politsche Einheit und auch keine geographische (keine Halbinsel oder Landschaft).
Wer “Baltikum” sagt und das auch meint, der denkt dabei an die baltischen Länder (ja, DAS darf man sagen) als “unser” Hinterland. Solche Leute sehnen sich nach den Zeiten des Deutschen Ordens und des Schwertbrüderordens zurück.
Igittigittigitt.
Aber ich schweife ab.
Veranstaltungsorte werden die Alte Post, das Theater der Waldorfschule (ist ja nicht ansteckend) und die Johanniskirche sein.
Zu den Förderern des Festivals gehört auch der Ministerpräsident.
Der aber LIESS bislang lediglich etwas verlautbaren.
Und zwar von einer Beauftragten für Minderheiten und Kultur.
Na, vielleicht ist Carstensen klar, daß es da für ihn nichts zu holen gibt, und er hält sich deshalb so bedeckt.
Schließlich ist eine Folkband kein Volkstanzkreis, und es käme wohl kaum einem Folk-Fan jemals in den Sinn, CDU zu wählen.